Kategorie: Musik

  • Peter Murphy: Rosenspucken, Istanbul

    50 Peter Murphy-Songs, zu denen es 50 geöffnete Türen gibt, in meinem Leben. Aber wo soll man anfangen. Die tiefe Mitternacht, als ich zum ersten Mal „Bela Lugosi’s Dead“ im Radio hörte? Die Wahrheit, daß die bedeutendste aller Wirklichkeiten ein geheimer Garten ist („Our Secret Garden“)? „Hit Song“, von hinten in den Himmel gestoßen vor…

  • Screamin‘ Jay Hawkins – Der kreischende Buffo

    Radio Special in 5 Teilen von Knut Benzner

  • Mark Lanegan, Hamburg 2015

    Mark Lanegan im Uebel & Gefährlich. Diese Hinterzimmer-Lounge mit den verrußt-goldenen Tapeten im oberen Bunkerstockwerk, so oldschool-stylish. Das Konzert so unfaßbar brillant. „The Faye Dunaways“ (Fred Lyenn Jacques & Aldo Struyf), Duke Garwood, die ganze Zeit hört man Gläserklirren und audience chat von hinten, dann kommt Lanegan auf die Bühne, singt ein paar Töne, and…

  • Genauigkeit ist funky

    Aljoscha der Idiot [Christian Erdmann]: „‚Donnerkacke!‘ brüllte Stan im Rücksitz.“ (Kerouac, On The Road). Es fährt ein Zug nach Nirgendwo. Doofköppe wie ich denken ja dann immer, das sind Botschaften der Situationistischen Internationale. Peter Alexander hat mal eine Version von „Muleskinner Blues“ gemacht, wußten Sie das? Nein, wußten Sie nicht, und darum ist es notwendig,…

  • Nine Inch Nails: Ghosts I – IV

    Eine Schiffsladung Geister, die so unerwartete Dinge wie Steelgitarre, Banjo und Dulcimer mitbringen. Daß Reznor sich mit glasscherbenscharfen Satie- oder Debussyklängen auskennt, wußte man ja. 36 dunkle Träume, während Eno ein Nickerchen macht. Während Eno im Studio zur Inspiration gern Kärtchen mit kryptischen Texten verteilt, war für jedes Stück von „Ghosts“ irgendeine visuelle Referenz der…

  • Ladytron: Velocifero

    Helen Marnie, Mira Aroyo und ihre 2 Genossen haben den distanziert-erotischen Elektro-Minimalismus ausgebaut in eine betörende Vielschichtigkeit, in der sich Synth-Lagen übereinander türmen und ein „Speed Of Life“-artig verzerrt polterndes Schlagzeug Bass und Gitarren in den Electroclash zieht. Eine sonderbare Mischung jetzt aus warm und kühl, nach wie vor paßt aber der gelegentliche Song in…

  • The Devils

    Hafenklang, Goldener Salon, 14.08.2024. Weiteres Bildmaterial unmöglich aufgrund extensiver Exzessbejahung. Erika Switchblade (Toraldo), Gianni Blacula (Vessella). You either love them or you’re wrong.

  • The Church: Heyday

    „Heyday“ war ein ironisch gemeinter Albumtitel, Reaktion auf das Verdikt, das die Band nach „Remote Luxury“ traf: „Aw, they’re past their heyday.“ „Remote Luxury“ hatte zwei EPs aus dem Jahr 1984 zu einem für Church-Maßstäbe lediglich guten Album kompiliert, eine US-Tour endete finanziell im Minus, „The band was just drifting along in a sea of…