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Hamburg Travelogue

Mayday

20 x Hamburg

Schilleroper Hamburg. Foto Christian Erdmann.
Schilleroper Hamburg St. Pauli.
Schilleroper, St. Pauli.
Hamburg, St. Nikolai.
Hamburg, St. Nikolai.
Hamburg, St. Nikolai.
Hamburg, St. Nikolai.
Hamburg, St. Nikolai.
Hamburg, St. Nikolai.
Erden Engel von Edith Breckwoldt. Fotro Christian Erdmann.
St. Katharinen, Hamburg
Hamburg, Speicherstadt.
Hamburg, Speicherstadt.
Hamburg, Speicherstadt.
Hamburg, Speicherstadt.
Hamburg Dungeon, Skelett.
Hamburg, Street Photography.
Hamburg, St. Pauli.
Hamburg, St. Pauli.
Hamburg, Street Photography.

3 replies on “Mayday”

Für mich, wie aus einer anderen Welt ;-)
Dennoch hat Hamburg etwas mich Faszinierendes. Stark und mächtig, wie eine Burg, wie eine uneinnehmbare Festung wirkt diese Stadt auf mich. Halt gebend, wie ein fester Ankerplatz und doch ist da der Atem des Meeres spürbar, die Sehnsucht, die offene Weite ~

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Schön, Deine Impression! :) Hamburg kann ziemlich sexy sein, ist aber auch voller Scheußlichkeiten (von der Elphi abgesehen scheint die HafenCity alle jemals begangenen Bausünden nochmal im Zeitraffer wiederholen zu wollen), und Pfeffersäcke haben hier kaum weniger zerstört als der Krieg. Ich bin hier geboren und als Base Camp ist Hamburg ganz wunderbar, ein „fester Ankerplatz“ indeed; daß man mal eben mit dem Rad zur Kunsthalle fahren kann, um eine Edvard Munch-Ausstellung zu sehen, für solche Dinge bin ich dankbar, für all die legendären Konzerte hier, und ein gewisser Roman, der hier spielt, schreibt ins Gesetzbuch, daß ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, right here. :) Die von Bewohnern wie Besuchern so oft beschworene Schönheit muß man aber manchmal schon ein wenig suchen. „Der Atem des Meeres spürbar“, ja, das ist so, Hamburg hat auch diese Hafenstadt-toughness, vieles ist aber leider auch arg verwahrlost, zugerümpelt, zugeschmiert, zubetoniert, Denkmalschutz wird hier zuweilen recht bizarr gehandhabt, die Stadt neigt von jeher dazu, ihre eigenen Schönheiten zu verschütten, abzureißen, zuzubauen oder anderweitig zu zerstören. Aber eine Stadt besteht ja auch aus ihren Begebenheiten, und für mich bekommt diese Stadt ihre Aura eben auch dadurch, daß John Neumeier hier eine Ballettcompagnie von Weltklasse etablierte und –zig seiner Werke mich zutiefst bewegten; daß Dennis Hopper und Bruno Ganz hier für „Der amerikanische Freund“ von Wim Wenders durch die Stadt spukten, oder daß Depeche Mode hier in einem eher unscheinbaren Backsteinbau 6 Wochen lang an „Songs of Faith and Devotion“ arbeiteten. Ich wäre auch gern dabeigewesen, als Händel und Mattheson sich vor der Oper am Gänsemarkt mit dem Degen duellierten, aber das war leider 1704. :)

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Verwahrlosung und Scheußlichkeiten aller Art finden sich auch oft in den sogenannten Paradiesen. Da, wo der Tourismus boomt, in gewissen Vierteln, ist es meist penibel sauber, alles verkitscht, auf „schön“ getrimmt, gehst du aber ins Landesinnere (oder auch nur in ein anderes Viertel), wirst du von der Armut überrannt, verschlägt es dir vom Müllgestank den Atem. Ist so, leider. Oder auch oft der Verfall von wunderschönen Altbauten, alten, denkmalgeschützten Villen, die leerstehen und und und, wo ich mir oft denke, wieso nur konnte es so weit kommen, warum hat sich diesen Prachtbauten niemand angenommen. :-}
Jede Stadt lebt ja auch von ihrer Geschichte, Hamburg kenne ich leider nicht, da war ich noch nie. Ich finde dieses pulsierende Leben dort, oder überhaupt in Großstädten, schon sehr interessant, wo sich alles Erdenkliche im knappen Umkreis findet, das ich ja so nicht kenne bei mir ;-), aber auf lange Sicht wäre mir das wahrscheinlich zu viel, ich käme mir da schnell verloren vor. Aber das Gute dort bei euch ist wiederum die Nähe zum Meer ~ dahingehend sehe ich wieder einen Ausgleich ~ diese offene Weite ~ die bildliche Leere auf (hoher) See ~ dieses dort Sich-wieder-Finden. ;-)

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