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Aljoscha der Idiot

The Aljoscha House

The Aljoscha House. Art Glass Work by Monika Cate, 2007, für "Aljoscha der Idiot" von Christian Erdmann.
The Aljoscha House. Art Glass Work by Monika Cate, 2007, für "Aljoscha der Idiot" von Christian Erdmann.
The Aljoscha House. Art Glass Work by Monika Cate, 2007, für "Aljoscha der Idiot" von Christian Erdmann.
The Aljoscha House. Art Glass Work by Monika Cate, 2007, für "Aljoscha der Idiot" von Christian Erdmann.
The Aljoscha House. Art Glass Work by Monika Cate, 2007, für "Aljoscha der Idiot" von Christian Erdmann.
The Aljoscha House. Art Glass Work by Monika Cate, 2007, für "Aljoscha der Idiot" von Christian Erdmann.
The Aljoscha House. Art Glass Work by Monika Cate, 2007, für "Aljoscha der Idiot" von Christian Erdmann.

Art Glass Work by Monika Cate, 2007.

14.06.2011 [Antirat]

Wenn zufällig, als ich The Aljoscha House aus dem Paket gehoben hatte, Anna Karina aus „Pierrot le fou“ zugegen gewesen wäre, hätte sie gesagt: „Stimmt was nicht? Sie sehen so umwölkt aus…“ It made me cry, it’s as simple as that. Daß Monika in einem früheren Leben für Elrond gearbeitet haben mußte, war das eine. Die eigenen Worte wie auf Elbenpergament zu sehen, war das zweite eine. Beleuchtet zu sehen, daß „Aljoscha“ anderen etwas bedeutet, war das andere. Es kam zu Weihnachten, genau ein Jahr nach der Heiligen Nacht, in der meine Mutter gestorben war, und ich dachte, wie schön es gewesen wäre, wenn sie dies noch gesehen hätte. Wenn sie Vito von Eichborns Worte noch gehört hätte. Wenn sie Rays Worte noch hätte lesen können, Schneekapitel. Sie liebte „Lotte in Weimar“. Es kam so viel zusammen in diesem Moment. Ich hätte es am liebsten auch dem gezeigt, der eines Tages die ersten Sätze aufschrieb, die in 1 Milliarde Nächten zu „Aljoscha“ wurden, und ihm gesagt: ain’t life strange and great. This is where it leads to, what you do.

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Aljoscha der Idiot

Über den wunderbaren Zauber der Liebe

Über den wunderbaren Zauber der Liebe

Der Blitz schlägt ein, und das Universum sprüht Funken. So fühlt es sich an, als Aljoscha die geheimnisvolle Fremde zum ersten Mal sieht. Sie erscheint, er muss ihr folgen. Stumm betet er sie an und schafft in seiner Gedankenwelt eine seltsamen Regeln unterworfene Beziehung mit dem sphinxhaften Wesen. Es scheint, als könne der Zauber nur aus der Distanz heraus wirken. […] Aljoscha ist getrieben von dem Wunsch nach absoluter Liebe, nach totaler Verschmelzung, völliger Hingabe. Diesem fast schon religiösen Anspruch hält seine Liebe zu seiner Lebensgefährtin Leda im Alltag nicht stand, und so ist sie unausweichlich zum Niedergang verurteilt, während andernorts der Zauber neu aufblitzt.

Christian Erdmanns Debütroman ist ein kluges und feinfühliges Buch über die Zerbrechlichkeit der Liebe. „Ich wollte etwas Wunderbares festhalten, was ich in ähnlicher Form selbst erfahren habe“, sagt Christian Erdmann, der wie sein Protagonist Philosophie studiert hat. Er nennt sich Westentaschen-Flaubert – in Verbundenheit mit dem Literaten, der ständig auf der Suche nach dem „mot juste“, dem einen passenden Wort war. Das ist Christian Erdmann auch. Seine Sprache ist mit Bedeutung aufgeladen, wirkt anfangs sperrig, entfaltet aber schnell eine Sogwirkung und wird zum Genuss an sich. Auch für Vito von Eichborn ist dieses Werk „literarisch das Beste, was ich in den letzten Jahren gelesen habe“. Und ganz nebenbei wächst einem Aljoscha ans Herz.

In Kopf und Seele des Protagonisten spult sich ein Szenario aus Gedanken und Erinnerungen ab – melancholisch, romantisch, dann wieder rasant und aufwühlend. Es geht um Abschied, Verwandlung und Neubeginn. Zwischenmenschliche Beziehungen sind deshalb so schwierig, weil sich bestimmte Phänomene des Gefühlslebens der Kommunikation entziehen. […] Bleibt letztlich jeder mit seiner Sehnsucht und seinen Wünschen allein? Eine Frage, die viele Menschen in der Moderne oder Postmoderne beschäftigt. „Die Welt ist nicht entzaubert“, sagt Erdmann. „Hinter den Fassaden des Auf- und Abgeklärten begegnen der Vernunft noch Ungeheuer und Zauberwesen. Der Zustand des Verliebtseins öffnet die Augen dafür. Und Liebe ist die höchste Form der Magie.“





BoD AKTUELL, Ausgabe 28, Sommer 2007 

Based on: Telefon-Interview mit Sylvia Gräber, Journalistin, Rundfunkreporterin und Moderatorin u.a. für NDR und WDR. 

Artikel von Sylvia Gräber über Christian Erdmann und seinen Roman "Aljoscha der Idiot".
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Aljoscha der Idiot

Ganz ganz große Literatur

Inforadio rbb (Rundfunk Berlin-Brandenburg), „Quergelesen“, Mitschnitt der Sendung vom 27.05.2007

Vito von Eichborn im Gespräch mit Harald Asel


„Eichborn, Jahrgang 1943, war Lektor bei S. Fischer, gründete 1980 den Eichborn Verlag mit einem Programm von Spontisprüchen und Walter Moers bis hin zur Anderen Bibliothek. Er hat für Senator Entertainment den schwächelnden Europa Verlag aufgebaut und ist seit 2006 Herausgeber der Reihe Edition BoD im Verlag ‚Books on Demand‘. Den umtriebigen Buchmacher mit Lust auf Risiko traf ich auf der Leipziger Buchmesse.“


Vito von Eichborn über „Aljoscha der Idiot“ von Christian Erdmann auf der Leipziger Buchmesse 2007 (ab 14:30):

Transkript:

(ab 16:05)

„Etwas bleibt – wissen Sie das im Vorfeld schon?“

„Nein! Alle Zeitgenossen haben sich immer geirrt. Die Zeitgenossen hielten Gutzkow für bedeutender als Goethe. Ich maße mir nicht an, irgendwelche Ewigkeitswerte auch nur ansatzweise beurteilen zu können. Ich kann nichts anderes tun als ein gutes Handwerk zu liefern und zu hoffen, daß was Bleibendes dabei war. Das Meiste verschwindet; in dieser Zeit jetzt ohnehin, in der Beschleunigungszeit. Welches der Bücher oder der Autoren bleibt, für die ich verantwortlich war – es wäre vermessen, darüber auch nur nachzudenken. Aber alle Erfahrung sagt, irgendwas wird schon bleiben. Ich habe Spuren hinterlassen – welche es sind, weiß ich nicht. Das müssen die Späteren beurteilen.“

„Wie ist das jetzt mit Ihrer neuen Herausgeber-Tätigkeit hier bei Books on Demand, mit dieser Edition? Auch da ist es ja so, durch die neuen technologischen Entwicklungen ist es möglich, von der Auflage 1 bis zur Auflage 1.000.000 alles zu liefern, was der Markt braucht. Gleichzeitig ist das große Problem, wie kommen eigentlich die Themen wiederum an die Leser? Wie erfahren die davon? Und da gibt es ja nun bei vielen die Befürchtung, egal ob ich jetzt eine Auflage drucke, die feststeht, oder ob ich sage, ich setze das ins Internet und warte, bis irgend jemand auf die Idee kommt, das Buch möchte ich gerne haben, und drucke es dann – die Wahrnehmungsschwelle wird immer höher. Was machen Sie da? Was ist da Ihre Idee?“

„Naja, zunächst mal bleiben wir auf dem Teppich. Ich wähle aus den Büchern aus, die die Autoren selbst bei BoD veröffentlicht haben, und sage zu jedem dieser Bücher: dies ist ein Buch, das es verdient hat, in einer Buchhandlung geführt zu werden. Oder: dies ist ein Buch, das genausogut in einem herkömmlichen, traditionellen, etablierten Verlag hätte erscheinen können. Das behaupte ich von jedem dieser Bücher, und danach wähle ich aus. Das ist noch nicht die Frage nach Größe. Sondern zunächst mal ein gewisses Maß an Professionalität dieser Autoren, so daß ich es für handelsverträglich halte.

Und dann gibt es so einen Fall wie dieses neue Buch jetzt, ‚Aljoscha der Idiot‘ – das ist ganz große, ganz ganz große Literatur. Und es ist anspruchsvoll. Und es ist zu anspruchsvoll für den Markt. Je intelligenter ein Buch, um so weniger Leser gibt es dafür. Das ist so intelligent, daß die herkömmlichen Verlage es ablehnen, und sie lehnen ein Juwel ab.“

(ab 22:20)

„Dann gibt es jemanden, der philosophiert, wunderbar. Bis zu jetzt meinem neuen Liebling im Moment gerade, Aljoscha, ‚Aljoscha der Idiot‘ – bitte unbedingt lesen, allesamt! ‚Aljoscha der Idiot‘ ist ganz große, ganz ganz große Literatur. Sie ist nicht leicht, ich warne, man muß sich ein bißchen Mühe geben. Aber dann ist es ein traumhaft gutes Buch.“

Mitschnitt der Sendung „Quergelesen“ vom 27.05.2007 auf Inforadio rbb, Vito von Eichborn über „Aljoscha der Idiot“ von Christian Erdmann auf der Leipziger Buchmesse 2007: „Ganz ganz große Literatur“.
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Aljoscha der Idiot

Polyphonie von Wirklichkeitsebenen

Rezension #6

Marlies Eifert über „Aljoscha der Idiot“ von Christian Erdmann

erschienen in: Literatur-Feder Magazin, Ausgabe 5, Juni 2007


Neueste Studien enthüllen, wie Frauen auf Liebeskonkurrenz reagieren: mit Rache und Vergeltung. Für Leda, die Freundin des Protagonisten Aljoscha Tuschkin, gilt dies keineswegs. Sie erklärt ihrem Geliebten ihre unverminderte Liebe, auch als der von einer Begegnung im Vorlesungsraum erzählt, die ihn stark beeindruckt habe. Diese Begegnung, das ist für den Leser und auch für Leda zu spüren, wird sein Leben von Grund auf verändern.

Ebenso wie Fürst Myschkin (1) wird „Aljoscha der Idiot“ einerseits als Lichtgestalt, andererseits als Unheilsträger bezeichnet, und es ist bis zu den letzten Seiten des Romans nicht sicher, ob er nicht ebenso die andere, ob er nicht auch „SIE“, wie sie im Roman genannt wird, ins Unglück stürzen wird…

Aljoscha Tuschkin ist Student. Und als solcher sammelt er Wissen ein. Über Kant z.B. oder Wittgenstein, Kierkegaard. (2) In der Metro liest er Hegel. Vorlesungen über Rembrandt, Poussin, Dürer werden erwähnt, Theologie-Vorlesungen. Der Student verschafft sich Kenntnisse über Legenden, über antike Mythen, Belletristik. – Die russische Literatur spielt eine Rolle, aber auch Sartre, Simone de Beauvoir. Nicht zu vergessen die Musik: Sacre du Printemps, aber auch Nick Cave. Eine vollständige Aufzählung ist hier nicht angestrebt.

Nun muss man sich nicht vorstellen, dass dieses Wissen schulmäßig an den Leser weitergegeben wird – etwa so, wie das ein Professor tut, der das Rednerpult verlässt, im Vorlesungsraum spazieren geht und „ex cathedra“ über Dinge berichtet, die eigentlich mit dem Thema, der Handlung, wenig zu tun haben.

Vielmehr: Das Wissen dient dem, worum es in der „Handlung“ geht, als Deutung, als Interpretation, als Metapher.

Aljoscha – wie gesagt – hört eine Vorlesung über Poussin. Dies ist keineswegs zufällig. Bei Poussin spielt die Mythologie eine besondere Rolle. Echo und Narziss bilden im Roman eine Metapher für die Beziehung zwischen Aljoscha und der Frau, der er in der Vorlesung immer wieder begegnet. Für sie gibt es viele Namen: Maria Magdalena, Katharina oder wie sie am häufigsten genannt wird: Katzenmenschenfrau.

Auch die Metamorphosen des Apuleius werden in der Vorlesung genannt. Aljoscha identifiziert sich mit dem „eseligen“ Lucius (3), dem die Göttin Isis erscheint.

Die Mythologie dient ganz offensichtlich zur Umschreibung der Faszination, die von der Frau ausgeht.

Alles in allem hat man den Eindruck, das Wissen wird in einen Becher gegeben, durcheinander gewürfelt und neu figuriert. Vieles hat eine Bedeutung innerhalb der Handlung, die sich für den Leser erst erschließen lassen muss. So erinnert der Titel des Romans an Dostojewskis Roman „Der Idiot“ oder der Name Aljoscha an eine Figur aus „Die Brüder Karamasow“.

Was ist Wirklichkeit, was die „eigentliche“ Wirklichkeit?

Da ist ein Student, der seit 10 Jahren „liiert“ ist mit Leda, einer Textilrestauratorin. Es ist mehr als eine Liaison: Aljoscha und Leda glauben an das Unbedingte der Liebe. Es gibt nur eine Welt, in der beide zu Hause sind. Dann trifft Aljoscha auf Katharina. Es geschieht wenig, denn erst nach 152 Seiten kommt es zum Blickkontakt, nach 262 Seiten lässt sich so etwas wie ein Gespräch erkennen. Obwohl „eigentlich“ nichts geschieht, entfernt sich Aljoscha von Leda, lässt in Gedanken und Gefühlen immer mehr von Katharina zu. Leda bezieht eine Wohnung, die Aljoscha restauriert, Aljoscha findet eine Wohnung ganz in der Nähe von Katharina.

So könnte man die Tatsachen umschreiben.

Aber wie sagt der Autor: „Erkenntnis ist kein Abbild von Tatsachen“. „Dieselbe Menge von Sinnesdaten kann auf verschiedenste Weise wahrgenommen werden.“

So würde die Beziehung, die sich zwischen Aljoscha und Katharina innerhalb von neun Monaten aufbaut, von außen kaum wahrgenommen werden können.

Nichts anderes geschieht, als dass Aljoscha und Katharina in verschiedenen Vorlesungen eine bestimmte Sitzordnung einnehmen. Für sich genommen bedeutet diese Tatsache wenig. Jedoch für Aljoscha und auch für Katharina – wie sich später herausstellen sollte – viel. So viel, dass darüber eine Beziehung mit Anspruch auf „Ewigkeit“ aufgegeben wurde. Der Ritus dieser Sitzordnung stellt einen Code dar, der außerhalb der Kommunikationsform „Sprache“ zu finden ist.

Das Sitzordnungsmotiv und das Katzen-Ritus-Motiv, beides durchzieht den ganzen Roman. Angefangen von „Cat People“ von Bowie bis zu Bastet, der ägyptischen Katzengöttin.

Katzen leben und lieben Riten, gleich ob es sich dabei um einen Panther handelt, um die Sphinx oder um die schwarz gekleidete Katharina mit spitzen Eckzähnen.

Man muss den Roman zweimal lesen – zum mindesten, um zu erkennen, wie viel Anfang im Verlauf der Handlung und im Ende enthalten ist. Motive aus dem Film „Katzenmenschen“, in dem Aljoscha IHR oder einer Vorstufe von IHR – wenn man so will – zum ersten Mal begegnet, durchziehen den Roman: Raubtier, Einsamkeit, hohe Absätze, das schwere und süße Parfum.

„Wehe dem, der Symbole sieht“ sagt der Erzähler. Aber: Nur Leser, die Symbole „sehen“ können, werden sich in die Handlung hineindenken können. Nur wenn sie Freude an Andeutungen, Umdeutungen, Beziehungsgeflechten, Metaphern, kurz an einer Polyphonie von Wirklichkeitsebenen haben und sich außerdem durch lange Sätze, die sich gelegentlich über mehrere Seiten hin erstrecken, nicht irritieren lassen, werden einen Zugang zur Welt Aljoschas haben.

Puschkin, Tuschkin, Myschkin – natürlich handelt es sich nicht um einen zufälligen Gleichklang! Zwischen Dostojewskis „Der Idiot“ und Christian Erdmanns „Aljoscha der Idiot“ bestehen, wie gesagt, Zusammenhänge.

Während Dostojewski eine Rede halten konnte im Gedenken an Puschkin, kann die Rezensentin lediglich hoffen, dass viele Leser ein Wahrnehmungsorgan, ein Auge haben werden für den Roman über Aljoscha den Idioten, oder wie man gewiss auch sagen kann: für diesen neuen Stern am Himmel der Literatur der Gegenwart.

_____

(1) aus Dostojewski: Der Idiot 

(2) Speziell die Kierkegaard-Lektüre war für den Verfasser offensichtlich bedeutsam. Zwar wird das „Tagebuch eines Verführers“ nicht genannt, aber Kierkegaard-Kenner dürften in Handlungsteilen das ein – oder andere in verwandelter Form wiedererkennen.

(3) Eine Gestalt aus Apuleius: Metamorphosen 

(c) 2007 by Marlies Eifert 

Christian Erdmann, Aljoscha der Idiot, Rezension "Polyphonie von Wirklichkeitsebenen" von Marlies Eifert.
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Aljoscha der Idiot

Vito von Eichborn: Vorwort für „Aljoscha der Idiot“

(Vorwort für die Neu-Edition von „Aljoscha der Idiot“, Februar 2007)



Meine Buchhändlerin sagte mir, „ja“, sagte sie…

„Ja, die Liebesgeschichte eines Studenten könnte reizvoll sein. Liebe ist nach der Lebenshilfephase wieder gefragt, und das Uni-Milieu geht ja irgendwie immer. Der beste Beweis war damals der Bestseller von Schwanitz…“

„Um Gottes Willen“, fiel ich ihr ins Wort, „den ‚Campus‘ habe ich ja selbst verlegt! Das war neckische Unterhaltung mit Altherrenhumor, auf Erfolg hin geschriebener Identifikationswitz mit Nullachtfünfzehn-Plot. War klasse für den Verlagsumsatz. Dies hier ist absolute Literatur auf hohem Niveau, weil…“

Nun unterbrach mich meine Buchhändlerin. Das macht sie ja immer gerne. „Oje, das ist also richtig rundherum anspruchsvoll? Hat es denn unterliegend wenigstens eine spannende Handlung, ein bißchen Sex and Crime, was Filmisches, ein Roadmovie oder so?“

„Herrje, nein! Tja, wie sag ich’s? Also Klartext: Dies ist ein Buch, das es – wie übrigens alle wirklich guten Bücher – den Lesern nicht leicht macht. Es ist, um aus dem Internet zu zitieren: ‚Ein Roman voller Rätsel und Anspielungen, um Sehnsucht und die Unmöglichkeit der Liebe. Ein Mosaik des Fühlens und des Träumens, jenseits von Geschichte und Verstand. Ein komplexes Gespinst aus Gedanken und Geschehen – denn nichts ist einfach zwischen den Menschen und ihren Wünschen.'“

„Ja, und wie soll ich das komplexe Gespinst verkaufen? Postmoderner Hirnschwurbel oder wie? Eine dekonstruierte Liebesgeschichte, in der offensichtlich nicht mal richtig gevögelt wird?“ Sie redete sich in Rage. „Komplizierte Literatur geht halt nicht. Das kann man bedauern, aber es gilt die logische Formel: Je intelligenter ein Buch – desto weniger Leser. Die Leute sind nicht mehr bereit – wenn sie es denn je waren -, Texte zu entziffern. Denen ist Faulkner zu anstrengend.  Arno Schmidt hatte ja mal eine intellektuelle Gemeinde – der ist auch völlig out. Wenn ich nicht voller Überzeugung ’spannend‘ sagen kann, werde ich keinen Roman mehr los.“

„Aber Herrgott nochmal, das ist doch spannend! Nur eben nicht schwanitzmäßig platt! Es ist weit entfernt von Arno Schmidts chiffrierten Verkomplizierungen – und dennoch, auch dies ist rauf und runter voller Anspielungen, ich zitiere: ‚Eine Hommage an die Liebe, die Philosophie, die Musik und die Kunst – daher unbedingt lesenswert für alle, die noch nicht aufgehört haben oder wieder anfangen wollen zu denken und zu fühlen.‘ Nein, dies ist nicht Arbeit wie bei Schmidt – es ist Lustlektüre, das zieht und zwingt und…“

„Und was erzählt uns dieses Wunderwerk?“

„Die Handlung ist alltäglich. Die gegenwärtige Liebe des Philosophiestudenten Aljoscha geht allmählich zu Ende. Und er verliebt sich neu in eine unbekannte Schöne, so ergreifend und verstörend, daß es – auch dem Leser – weh tut. Bei Amazon jubelt eine Leserin: ‚Unglaublich, daß es so etwas noch gibt. Fast jeder Satz ist für sich genommen schon ein Kunstwerk‘, und eine andere greift tief in die Kiste – und sie beschreibt es sehr richtig: ‚Der Autor schreibt in einem atemberaubenden, wunderbar altmodischen Sprachstil und führt den Leser mit unglaublicher Gewandtheit, erstaunlich weit gefaßtem Wissen und äußerst feinem Humor durch die tiefe, empfindungsreiche, philosophisch geprägte und doch postmoderne Gedanken- und Gefühlswelt des Protagonisten.‘

Also, ich versteige mich zu der Behauptung: Dies ist literarisch das Beste, was ich in den letzten Jahren gelesen habe. All die neue Realitätsliteratur, wo Autoren Wirklichkeiten abschreiben und Literatur behaupten, ist banal und langweilig im Vergleich zu ‚Aljoscha‘. Erdmann erzählt das Unsagbare.“

Meine Buchhändlerin hatte ihre Grübelfalten angelegt: „Mensch, so eine Jubelei kenne ich ja gar nicht mehr, das ist mir nun fast unheimlich. Übrigens ist das auch gefährlich – wenn jemand in den Feuilletons so loslegt, reizt das zum Widerspruch, mich auch, dann werden alle anderen automatisch skeptisch.“

Sie hatte mir das Buch aus der Hand genommen und zu blättern und sporadisch zu lesen begonnen, wie Vielleser es gerne tun.

„Aber verdammt nochmal, wenn etwas erste Sahne ist – und sei es anspruchsvolle Literatur -, dann muß es doch möglich sein, das einfach zu sagen…“

Sie unterbrach: „Aber das sind ja wirklich außergewöhnliche Worte und Sätze, stimmt, das sieht man schnell, oje, am Wochenende werde ich wohl wieder zu nix anderem kommen – aber ich spüre ganz unmittelbar: Dies will, nein, muß ich in Ruhe ganz lesen. Und dann vermutlich nochmal…“

Richtig, dies ist eins der seltenen Bücher zum Mehrfachlesen, weil man immer wieder Neues entdeckt.

Wer auch immer dies auf sich nimmt – ich schwöre, der bekommt einen glücklichen Ausdruck im Gesicht…

Vito von Eichborn

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Aljoscha der Idiot

Cover 2

Christian Erdmann, Aljoscha der Idiot, Edition BoD, Herausgeber Vito von Eichborn.

Cover der Neuausgabe von „Aljoscha der Idiot“ in der Edition BoD

Herausgeber: Vito von Eichborn

Februar 2007

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Aljoscha der Idiot

Königliches Metaphernfeuerwerk

Rezension #5

04. Oktober 2006 

Königliches Metaphernfeuerwerk 

Von Autor

Der plot ist nichts, was ein Autor daraus macht, ist alles. Wenn dieser Allgemeinplatz eines Belegs mehr bedürfte, Christian Erdmann lieferte ihn. 

Aljoscha, hypersensibler Student an einer Universität, ist mit Leda mehr oder weniger verbandelt, als ihm im UniMax ein rätselhaftes weibliches Wesen auffällt, das zum Objekt seiner, nein, nicht Begierde, sondern seiner Sehnsucht wird.

Pjotr, sein der Bildenden Kunst verpflichteter Freund, arbeitet an Skulpturen von sieben Köpfen, die am Ende des Romans im Brennofen gehärtet werden. So weit, so vertraut. Eine Liebesgeschichte im Studentenmilieu, doch was der Autor daraus macht, nötigt Respekt ab.

Von der ersten Seite an leistet der Roman dem Leser Widerstand, verwirrt ihn mit seiner zuerst tradiert und maniriert erscheinenden Sprache, bis er in deren Sog gerät, dem er sich kaum noch zu entziehen vermag.

Bilder bestechender Schönheit. Einfühlsame Blicke in das Seelenleben eines hypersensiblen jungen Mannes, der denkt und agiert als hätte ihn ein böser Geist aus dem Paris der Belle Epoque herausgerissen und im russisch eingefärbten Hamburg abgesetzt, wo es sogar einen Damtorskbahnhof gibt.

Als wäre das noch nicht genug für einen hochintelligenten, teils naturalistischen, teils surrealistischen und phantastisch-realistischen pikaresken Roman, erzählt Erdmann mit einer Fülle von Metonymien und Metalepsen, bricht vertraute Metaphern auf und steigert sie oft ins Absurde, nimmt die Aussage des ersten Halbsatzes im zweiten zurück. Das gelingt zwar durchaus nicht immer (hier wünscht man sich einen sensiblen Lektor), doch einem solchen Kunstwerk verziehe der Leser noch mehr kleine Ungeschicklichkeiten. Die Fülle von Hinweisen, Verweisen und Zitaten entschädigt mehr als genug. Von Majakowskij bis Puschkin, von Adorno bis Wittgenstein sowie Lyrics von David Bowie bis Julian Cope nutzt Erdmann für seinen Palimpsest, was ihm gerade in den Zusammenhang paßt, und erzielt damit weitere Irritationen, die sich wohl nur Lesern mit erheblicher kultureller Vorerfahrung erschließen werden.

Dieser Autor verweigert sich dem Zeitgeschmack konsequent. Gerade das läßt diesen Roman höchst singulär erscheinen. Für mich seit Monaten der interessanteste Roman: so hätte Salvador Dali vielleicht geschrieben, wenn er nicht lieber gemalt hätte.

Christian Erdmann, Amazon-Rezension für den Roman "Aljoscha der Idiot", betitelt "Königliches Metaphernfeuerwerk".

Königliches Metaphernfeuerwerk @amazon

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Aljoscha der Idiot

Faust schlagen

SPIEGEL ONLINE Forum

„Liebe – nicht nur ein Wort“

08.09.2006 



Stefan Möhler:

C.E. steht für Christian Erdmann, den ich gerade lese und der voll ist mit sinnreichen Zitaten. O.K., den Faust I wird er nicht schlagen, aber er ist nah dran. Allerdings muß ich warnend anmerken, dass ich ein ausgesprochenes Faible für Dada, Ex- und Impressionismus habe. 




Kritischer Leser:

Klar, das „Label“ „CE“ kann zwar auch für Produkte stehen, die der EU-Norm entsprechen (was auch immer das sei), aber eben auch für den Autoren von „Aljoscha der Idiot“. Tolles Buch! Entspricht’s der EU-Norm? Ich fürchte nicht. Dafür ist’s einfach zu gut.






09.09.2006

Stefan Möhler:

Ich für meinen Teil lese das Buch mit Hochgenuß. Endlich einmal ein Werk, das das eigene Denken nicht ausschaltet, sondern geradezu antreibt!

Christian Erdmann, Aljoscha der Idiot, Besprechung im SPIEGEL Online-Forum.
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Aljoscha der Idiot

Unbedingt lesenswert

Rezension #4

23. August 2006  

Unbedingt lesenswert 

Von Katshke

Ich hab erst angefangen und ungefähr ein Viertel des Buches gelesen, aber dessen Sprache ist so unglaublich, als hätte einer wiederentdeckt, dass alles, wirklich alles gesagt werden kann, jede kleine Einzelheit, Gedankensplitter.

Ganz kostbare Worte, Ideen, die wir uns in der Regel verbieten, wenn sie uns nicht zwischen Schlaf und Erwachen überfallen, Stimmungen, die nur leise anklingen, alles. 

Und das auch noch behutsam, so dass ich den Sog erst gar nicht spürte, der mich nun in diese Geschichte hineinzieht, dass es fast schmerzt.

Selbst wenn das Buch schlechter wird auf den anderen Seiten, was ich aber nicht glaube, lohnt es sich für mich wegen der ersten Seiten. 

Unglaublich, dass es so etwas noch gibt. Fast jeder Satz ist schon für sich genommen ein Kunstwerk.

Unbedingt lesenswert @amazon

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Aljoscha der Idiot

Durchgeknallt / Dichtkunst

SPIEGEL ONLINE Forum

Literatur – Was lohnt es noch, zu lesen?

27.08.2006

Leserin:

Nehmen wir mal an, wir diskutierten hier wirklich, was Kunst ist. Mein Mann hat gerade eben den Schreiber von „Aljoscha der Idiot“ zum Durchgeknallten erklärt und das wenige an Text, was er bei Amazon davon las, für die Ausgeburt eines kranken Hirns. Ich dagegen halte dieses Buch für Dichtkunst.

Monika Cate:

Ich auch! Kunst deshalb, für mich, weil er mit seinen Worten mir neue Räume erschloss, ich mich darin dann aber sofort heimisch fühlte, weil ich unvermutet auf Bekanntes, jedoch vorher Unsichtbares, traf.

Christian Erdmann, Aljoscha der Idiot, SPIEGEL Online Forum Literatur: Durchgeknallt / Dichtkunst.
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Aljoscha der Idiot

Ein schöner Rausch

SPIEGEL ONLINE Forum

Literatur – Was lohnt es noch, zu lesen?

11.08.2006

Zermelo: 

Was zu lesen lohnt? Auf jeden Fall das hier.

Christian Erdmann: Aljoscha der Idiot

arte de la comedia:

Erstaunlich.

Erstaunlich aus mehreren Gründen:
a) wird hier üblicherweise „mainstream“ empfohlen, und das ist C. Erdmann LEIDER (was die Verkaufszahlen angeht) oder GOTTSEIDANK (nicht, dass der irgendwann son Easy-BlaBla abliefert) noch nicht.

b) Ich les‘ ja üblicherweise keine Jungautoren: ich hab‘ da immer die Befürchtung, das könnte Oberstufenlyrik sein. Wer DAS erwartet, wird leider enttäuscht.

c) Ich kann’s – eigentlich – gar nicht leiden, wenn ich durch das Lesen eines Buches (und sei es auch nur für einen kurzen Zeitraum) meinen „Blick auf die Welt“ ändere. Das hat sowas Drogen-artiges.

Aber egal.. das war jedenfalls ein schöner Rausch.

Doch.. doch.. ich bleib‘ dabei: hat mir gefallen.

Christian Erdmann, Aljoscha der Idiot, Rezension im SPIEGEL Online Forum: "Ein schöner Rausch".
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Aljoscha der Idiot

Keine konventionelle Erzählweise

SPIEGEL ONLINE Forum

Literatur – Was lohnt es noch, zu lesen?

25.07.2006

Kritischer Leser:

Daher zurück zum Thema mit einem Literaturtip*p*: Christian Erdmann, „Aljoscha der Idiot“. Bin zwar noch nicht weit gekommen in dem Buch, aber das Wenige, was ich gelesen habe, gefällt mir sehr.

Und in schönster und bester alter Rechtschreibung gesetzt. 🙂

SPIEGEL ONLINE FORUM

Das literarische Orchester – spielen Sie mit!

11.08.2006

Zermelo:

Ich habe hier mal ein bißchen gestöbert und hab dabei Aljoschas Buch entdeckt. Vielleicht keine ganz einfache Lektüre, aber ich denke, die werde ich mir mal vornehmen. Scheint etwas für Herz, Seele und Verstand zu sein. Was will man denn mehr?

Christian Erdmann: Aljoscha der Idiot

Stefan Möhler:

Hab grad mal bei amazon nachgeschlagen. Ist ja sogar erschwinglich und die Kundenbewertung dort ist beeindruckend.

24.08.2006

Markus Pettering:

Zu Recht.

Ich bin etwas über die Hälfte hinaus mit der Lektüre (173 von 301 Seiten).

Der Roman ist sprachlich sehr originell, so, wie wir den Autor vom Forum her kennen.

An äußerer Handlung ist wenig bis nichts vorhanden; auktorial erzählt, aber da alles in der Seele des Protagonisten Aljoscha stattfindet, ließe sich auch von personaler Erzählweise sprechen.

Personencharakterisierung entsteht, wenn überhaupt, dann nur aus der Wahrnehmung Aljoschas.

Auch die äußere Welt bleibt vage. Aljoscha ist irgendwie Student der Philosophie und Kunstgeschichte in (?) St Petersburg und malt selber. Woher sein Geld kommt (er unternimmt weite Reisen; er hat Telefon, Walkman und so, wie ein deutscher Student), erfährt man nicht. Ein paar Andeutungen weisen auf die Jetztzeit hin, und es wird viel Metro gefahren.

Das alles bleibt im Nebel gegenüber der Nachzeichnung seiner menschlichen Beziehungen bzw der Entwicklung einer traumhaften, verhängnisvollen (?) Liebe zu der sog „Katzenfrau“ (während er zugleich mit seiner ersten Liebe, der gebildeten und praktischen Leda, liiert ist, von der er sich aber allmählich, äußerlich kaum wahrnehmbar, entfremdet). Die Katzenfrau — SIE tritt immer dienstags in seiner kunstgeschichtlichen Vorlesung in Erscheinung und scheint einem schwarzweißen Schreckens-Film von 1942 entstiegen, einem am Anfang des Romans wiedergegebenen einsamen nächtlichen Fernseherlebnis Aljoschas — wird von ferne durch Aljoscha angebetet (ähnlich Beatrice durch Dante, dem u.a. eine Reise nach Florenz gilt); bis auf S. 168 hat er SIE nie einmal anzusprechen gewagt, obwohl er sich schon ein Jahr lang nach ihrem Anblick dienstags verzehrt. Das alles treibt ihn an den Rand des Wahnsinns, was u.a. durch ein kakophones Wechselgespräch zwischen den Figuren des Tarotspiels nachgezeichnet wird, das sich anscheinend in seinem Kopf abspielt.

Der Text ist aber nicht ohne Spannung. Der Leser fragt sich, ob es endlich einmal zu einem Kontakt zwischen dem Protagonisten und IHR kommen wird (niemand erfährt bis auf S. 173 auch nur IHREN Namen, SIE wird stets nur mit einem Personalpronomen in Majuskeln apostrophiert).

Es gibt viel Bezugnahme auf dichterische, philosophische und psychologische Texte (manchmal könnte das Namedropping etwas reduziert werden; aber manches davon ist auch wieder sehr witzig), ferner werden immer wieder in fetten Majuskeln heutige Lyrics eingeworfen (die hört Aljoscha in seinem Walkman).

Jedenfalls keine konventionelle Erzählweise. — Eine interessante neue Stimme.

Christian Erdmann, Aljoscha der Idiot, Keine konventionelle Erzählweise.
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Aljoscha der Idiot

Ein Gemälde aus Worten oder Eine Reise in die Mitte der Wirklichkeit

Rezension #3

29. Juni 2006

Ein Gemälde aus Worten oder Eine Reise in die Mitte der Wirklichkeit

Von Monika Cate

„Aljoscha der Idiot“ von Christian Erdmann möchte ich nach einmaligem Lesen nicht im Regal verschwinden lassen. Ich freue mich schon auf das zweite Mal. Die beschriebenen Ebenen und Verzweigungen des Seins und Werdens konnte ich beim ersten Lesen gedanklich und gefühlsmässig gut verfolgen und auf mein Tagesbewusstsein erweiternd einwirken lassen, doch möchte ich den vielen Verzweigungen mehr in der Tiefe gerecht werden, nein, sie beim zweiten Mal mehr auskosten.

Das Lesen schien mir eine Reise in die Mitte der Wirklichkeit zu sein, auch wenn es dem Leser vielleicht nicht bewusst ist. Das Licht, das der Autor auf seine ganz eigenen Formen scheint, entspricht in der „mechanischen“ Anwendung einem immer stattfindenden Prozess und drückt sich für jeden in anderen, individuellen Formen aus. Wie er das macht, ist wunderbar. Beim Lesen entstand meine eigene Parallelwelt und führte mich in meine eigene Vergangenheit, und von da in eine veränderte Gegenwart, ein Prozess, der von ihm auch so beschrieben ist.

Einmaliges Lesen reicht auch deshalb nicht, weil soviel angesprochen wird, das doch schnell wieder verblassen kann, auch weil die Entwicklung des zentralen Themas einfach zu sehr fasziniert. Ich liess den Lesezug schneller fahren und konnte so die Landschaft nicht genügend betrachten. Am Anfang markierte ich noch einzelne Aussichten, die mich besonders anregten. Auch das möchte ich beim erneuten Lesen vertiefen. Eigentlich stecken mindestens 3 Bücher in diesem einen, so dicht ist die Sprache.

Sehr schön und hilfreich für den Aufbau der verschiedenen Ebenen sind der Einsatz von englischen Songtexten, von fett Gedrucktem, kursiv Gesetztem, gross Geschriebenem. Referenzen zu Malern, Dichtern und Philosophen überzeugen mich nicht so sehr, setzen sie doch voraus, dass der Leser mit diesen vertraut ist, um der Erwähnung die ihr zustehende Bedeutung zu geben und damit diese besondere Qualität im Erzählfluss zu verankern. Doch möchte ich betonen, dass bei vorhandener Vertrautheit die Referenzen ihren Zweck erfüllen und jeweils noch eine weitere Bedeutungsebene in die Leinwand weben.

Besonders hervorheben möchte ich das Ende. Fast atemlos kam ich dort an und wurde zum Verweilen gezwungen zwischen zwei Schritten, und wie hab ich das Verweilen genossen! Es war ein magischer Augenblick. Das sich entwickelnde neue Selbstverständnis des Protagonisten sichtbar werden zu lassen in dieser Form, der Moment des Innehaltens vor dem unwiderruflichen Schritt, sich selbst in diesem Augenblick eher passiv dem Unvermeidlichen, wie auch immer es sich entfalten mag, hinzugeben, das hat Christian Erdmann wunderbar beschrieben. Alles Vorhergegangene weist auf diesen Moment hin und darüber hinaus und von dort auch wieder auf den Anfang.

Werden wir am Ende immer mehr mit unserem wahren Selbst verheiratet sein?

Das steht als Frage vor mir, am Ende einer Lesereise, die mir sehr viel bedeutet.

Christian Erdmann, Aljoscha der Idiot, Rezension #3: Ein Gemälde aus Worten oder Eine Reise in die Mitte der Wirklichkeit.

Ein Gemälde aus Worten oder Eine Reise in die Mitte der Wirklichkeit @amazon

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Respekt!

Rezension #2

25. November 2005

Respekt!

Von Ein Kunde

Also erst mal vorne weg: großes Kompliment an Herrn Erdmann!

Wer die Deutsche Sprache liebt, wird auch dieses Buch lieben, wer das Außergewöhnliche liebt, erst recht. Und eins ist gewiß, ein Idiot ist der Autor bestimmt nicht.

Die Faszination dieses Buches liegt eindeutig in der Sprache, der Autor versteht es nach allen Regeln der Kunst, diese zu gebrauchen und immer wieder aufs neue auf das Herrlichste einzusetzen, Langeweile kommt garantiert nicht auf.

Die Handlung, durchaus alltäglich? tragisch? oder vielleicht sogar romantisch? Nein, wohl eher nicht, aber außergewöhnlich und faszinierend. Sicherlich kein Buch für Liebhaber der seichten Kost a la Pilcher, für Kenner der großen Namen und Klassiker jedoch ein Muß.

Großartiges Buch, großartiger Wissensstand des Autors, doch leider bislang sein einziges Werk.

Christian Erdmann, Aljoscha der Idiot, Rezension #2: Respekt!

(Rezension auf amazon wurde später gelöscht)

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Love never dies

Rezension #1

13. Februar 2005

Love never dies

Von mary smith

Christian Erdmanns wunderschöner Roman erzählt die Geschichte des Philosophiestudenten Aljoscha Tuschkin, der das bittersüße Ende seiner Jugendliebe und den geheimnisvollen Anfang einer außergewöhnlichen, großen Liebe erlebt.

Der Autor schreibt in einem atemberaubenden, wunderbar altmodischen Sprachstil und führt den Leser mit unglaublicher Gewandtheit, erstaunlich weit gefaßtem Wissen und äußerst feinem Humor durch die tiefe, empfindungsreiche, philosophisch geprägte und doch postmoderne Gedanken- und Gefühlswelt des Protagonisten.

Man kann und will sich den erzählerisch erzeugten Stimmungen, den beschriebenen Umgebungen und Personen und vor allem der Seele dieses „Idioten“ kaum entziehen.

Ich werde wohl nie mehr den Hörsaal einer Universität betreten ohne mich an „Aljoscha“ zu erinnern und ich werde nie wieder Kunstgeschichte-Studentinnen sehen können ohne in unkontrolliertes, wenngleich liebevolles Lachen auszubrechen.

Eine Hommage an die Liebe, die Philosophie, die Musik und die Kunst – daher unbedingt lesenswert für alle, die noch nicht aufgehört haben oder wieder anfangen wollen zu denken und zu fühlen.

Christian Erdmann, Aljoscha der Idiot, Rezension #1: Love never dies.

Love never dies @amazon

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Historie

Eichborn Calling: Richtig gut und richtig unverkäuflich

Vito von Eichborn schrieb am 3. Mai 2007 um 22:23 Uhr:


Bis vor kurzem habe ich geglaubt: verkannte Dichter gibt’s nicht mehr in unseren inhaltshungrigen Zeiten.

Bis ich bei BoD auf ein tolles Buch stieß. (Dies soll jetzt nicht als Werbung mißverstanden werden – und vorsichtig: es ist nicht leicht zu lesen.) Erdmann „Aljoscha der Idiot“ – das ist ganz große Literatur von einem so klugen wie bescheidenen Autor.

Und jeder normale Verlagslektor lehnt das ab mit dem fürchterlichen Argument: „Das ist richtig gut – und richtig unverkäuflich.“





(Vito von Eichborn, Verleger, @ literaturcafe.de – Die wichtigsten Tipps eines Verlagslektors / Comments)

Vito von Eichborn über "Aljoscha der Idiot" von Christian Erdmann: "Richtig gut und richtig unverkäuflich".

Buch des Monats

Buch des Monats    BoD News 02/2007 

Aljoscha ist Philosophiestudent und eigentlich mit der sanften Leda liiert. Doch eines Tages begegnet er im Hörsaal einer Frau, deren Gang allein ihn hypnotisiert, „weil er schon am Klang der Absätze gehört hatte, dass diese Schritte ihm galten“. Die stumme Liebe zu der unbekannten Schönen wird für Aljoscha zur wahren Obsession. Während äußerlich scheinbar nichts geschieht, verändert sich alles, es entspinnt sich ein komplexes Geflecht aus Realität und Fiktion und bestimmt Aljoschas Sein. Auch Leda bleibt das natürlich nicht verborgen, und doch gibt Aljoscha sich alle Mühe, sie zu lieben …

Christian Erdmann hat selbst Philosophie studiert und führt mit außergewöhnlicher Sprachkraft und atemberaubender Gewandtheit durch die tief empfundene Gedanken- und Gefühlswelt des Protagonisten. „Aljoscha der Idiot“ ist eine Geschichte über das eigentlich Unsagbare. Eine Geschichte voller Anspielungen und Rätsel, ein Mosaik des Fühlens und Träumens, jenseits von Vernunft und Verstand. Eine Geschichte, über die Vito von Eichborn sagt, sie sei „literarisch das Beste, was ich in den letzten Jahren gelesen habe“. 

"Aljoscha der Idiot" von Christian Erdmann ist Buch des Monats bei Books on Demand.

Wo die Zukunft hingeht

„Literatur, zumal wenn sie anspruchsvoll ist, war ja immer in einer Nische. Und dass so etwas Literarisches wie ‚Aljoscha der Idiot‘ bei BoD lieferbar ist – das kommt im Februar in meiner Edition -, das zeigt, wo die Zukunft hingeht…“

Interview mit Vito von Eichborn, BoD AKTUELL 26

Christian Erdmann, Aljoscha der Idiot, Interview mit Vito von Eichborn in BoD AKTUELL.

Ein literarischer Diamant

Christian Erdmann, Aljoscha der Idiot, Ankündigung der Neu-Edition, Booklet für den Buchhandel, Text Vito von Eichborn.

„Aljoscha ist Student der Philosophie. Während er mit der liebevollen Leda liiert ist, werden stumme Verabredungen mit einer unbekannten Schönen zur Obsession. Die Wirklichkeit scheint voller verborgener Muster. Aljoscha versucht, die Zeichen zu entschlüsseln…“

Ankündigung der Neu-Edition

Booklet für den Buchhandel, Januar 2007

Text Vito von Eichborn (Herausgeber der Edition BoD)


Leipziger Buchmesse

Christian Erdmann, Aljoscha der Idiot, Präsentation des Romans auf der Leipziger Buchmesse.

Präsentation von „Aljoscha der Idiot“ auf der Leipziger Buchmesse, März 2005


Kurzvorstellung des Romans im Messe-Sonderteil von BoD AKTUELL 19
Frühling 2005

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Aljoscha der Idiot

Wovon handelt der Roman?

Davon, wie alles sich verändert, obwohl scheinbar nichts geschieht. 

Die Welt ist alles, was der Fall ist, sagte Wittgenstein. Die Welt ist nichts, was der Normalfall ist, davon handelt dieser Roman. Er beschreibt jenen quasi-pathologischen Zustand, den die Wissenschaft unter dem Fachbegriff „Begegnung mit einer Frau“ kennt.

Wer ist diese Frau? Was hat sie mit einem Horrorfilm aus dem Jahre 1942 zu tun? Was weiß sie über den Studenten Aljoscha? Und warum geschieht nichts, außer daß Aljoscha ihr wieder und wieder begegnet, als wären es geheime Verabredungen?

Warum scheint SIE alles über den Sinn dieser Begegnungen zu wissen und er nicht? Manipuliert SIE den Ablauf der linearen Zeit? Wie fühlt es sich an in der Realität hinter der Realität, wo die Welt gar nicht entzaubert ist? Ist die Wirklichkeit in Wirklichkeit voller verborgener Muster? Von welcher Art ist dieser Blick, der die Vernunft in 1000 Stücke schlägt?

Warum ist SIE anders, unvorstellbar anders?

Was haben der alte Matthäus, Gott, Immanuel Kant, Hilfssheriff Iggy Pop, der Herzausreißer Nick Cave, ein Saufaus namens Aristophanes, die unentzifferbare Wahrheit des Schauerlichen, Isis, Iris, Orpheus, ein dunkles Geschlecht, Maria Magdalena, Caravaggios Messer, Dantes Begegnung mit Beatrice, die Dritte Sinfonie von Gustav Mahler, die Gedichte von Majakowski, ein säbelrasselnder Hauptmann, ein Satz von Rilke, der Wäscheberg von André Breton, die Metamorphosen des Ovid und die des Apuleius, Professor Pfropfnapf und seine aufregende Assistentin Marie-France, Rembrandt, Dürer und Poussin, die Zahl 7, der Fels, von dem es hieß, er würde niemals bröckeln, eine Blüte vom Grab der Kameliendame, ein Vers des Dichters Percy Shelley, die Marionette Petruschka, der Scheitel des Rowland S. Howard, sieben Köpfe aus Ton, Schillers Schreibtisch-Schublade, ein Opfermädchen aus „Le Sacre du Printemps“, Vaslav Nijinsky, menetekelnde Gelehrte und merkwürdige Kommilitonen in dieser Geschichte zu suchen? 

Ist Liebe die höchste Form der Magie? Warum sieht Leda im Traum, daß Aljoscha sie verläßt? Gibt es Katzenmenschen? Warum ist Aljoscha ein Idiot? Und was sagt eigentlich Aljoschas Freund Pjotr zu alldem? 

Fragen, auf die der Roman eine Antwort gibt. Manchmal auch mehrere Antworten.

Christian Erdmann, Aljoscha der Idiot, Wovon handelt der Roman?

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Aljoscha der Idiot

Stimmen zum Buch (1)

„Ein Roman über einen Mann zwischen zwei Frauen, über die Liebe in all ihren Facetten, in Traum und Wirklichkeit… ein sensibel und gefühlvoll erzählter, ungewöhnlicher Roman… Die Handlung wird aus der Perspektive eines personalen Erzählers vermittelt, der dem Leser Einblicke in die subjektiven Eindrücke, Erlebnisse, Gefühle und Träume des Protagonisten gewährt. Traum- und Gedankenwelt Aljoschas und die Realität wechseln sich ab, stehen nebeneinander und verschwimmen zum Teil. Daraus bezieht der Roman seinen besonderen Reiz. Der Autor bedient sich einer dichten, komplexen Sprache, mit der er seine Charaktere mit viel Gespür für psychologische Vorgänge sensibel und glaubhaft entwirft.“ 

(Verlagslektor I)





„Mich hat Ihr Text sehr beeindruckt; er ist sehr wortmächtig. Etwas manieriert erschienen mir die in den Text implantierten Früchte Ihres Philosophie-Studiums, die englischen Fragmente, die exotische Namenswahl und vielerlei Einzelausdrücke und Wendungen. Und auch die Einbettung der traumartigen Passagen hat mich nicht ganz überzeugt. Aber das ist nur meine persönliche Meinung, und fassen Sie diese Kritik vor allem als artikuliertes Interesse an Ihrer Schriftstellerei auf.“ 

(Verlagslektor II)





„Es ist positiv zu bewerten, dass Sie mit Ihrem Roman literarisch hohe Ansprüche verfolgen. Doch unserer Erfahrung nach lassen sich derart ambitionierte belletristische Debüts kaum noch auf dem Markt durchsetzen. Für uns ist dieser Versuch mit einem zu hohen Risiko verbunden.“ 

(Verlagslektor III)





„Die Frau von Stein findet meine Methode besser als die deinige.“ 

(Jakob Michael Reinhold Lenz an Johann Wolfgang von Goethe; Briefe von und an J. M. R. Lenz, Bd. II, Leipzig 1918, 31) 





„Indessen, trotz alledem, und obwohl man dieses und jenes und auch noch ein Drittes zugeben kann, und vielleicht sogar… Ja, wo gibt es denn keine Unsinnigkeiten? Was man gegen diese Geschichte auch einwenden mag – irgend etwas ist an ihr dran. Redet, was ihr wollt: solche Dinge kommen vor. Zwar selten. Aber sie kommen vor.“ 

(Nikolaj Gogol, Meistererzählungen, Zürich 1988, 446)





„… es handelt sich um Ereignisse, die ihrer Art nach bloß festgestellt werden können, aber sie haben jedesmal ganz das Aussehen eines Signals, ohne daß man genau sagen könnte, was für ein Signal es ist, sie lösen in voller Einsamkeit das Bewußtsein unwahrscheinlicher Mitwirkung aus…“ 

(André Breton, Nadja, Pfullingen 1960, 15)





„Das Rätsel ist folgendes: wie kann man ein Geheimnis haben, ohne es zu wissen? Die rätselhafte Lösung ist folgende: nur der andere weiß es, nur Gott weiß es, nur das Schicksal weiß es, das Geheimnis ist das, was euch ohne euer Wissen umgibt.“ 

(Jean Baudrillard, Die fatalen Strategien, München 1991, 165)





„Der Roman handelt vom Leben – stellt Leben dar. Oft enthält er Begebenheiten einer Maskerade – eine maskierte Begebenheit unter maskierten Personen. Man hebe die Masken – es sind bekannte Begebenheiten – bekannte Personen.“ 

(Novalis, Briefe und Werke III, Berlin 1943, 130)





„Und von den verschiedenen Lesarten, die eine Geschichte zuweilen hat, ziehe ich für meinen Gebrauch die ungewöhnlichste und merkwürdigste vor.“ 

(Michel de Montaigne, Essais, Zürich 1996, 153)





„Das Schicksal liebt es, Muster und Figuren zu erfinden. Seine Schwierigkeit beruht im Komplizierten.“ 

(Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, Leipzig 1938, 241)





„Von mir aus will ich noch bemerken, daß fast jede Wirklichkeit, wenn sie auch ihre unwiderleglichen Gesetze hat, unwahrscheinlich und unglaublich erscheint. Und je wirklicher sie ist, desto unwahrscheinlicher sieht sie mitunter aus.“ 

(Fjodor Dostojewskij, Der Idiot, München 1979, 495)





„So gesehen gibt es überall Verbindungen und Verführung: nichts ist isoliert, nichts geschieht zufällig – der Zusammenhang ist absolut. Das Problem bestünde eher darin, diesen totalen Zusammenhang der Ereignisse an bestimmten Punkten zu bremsen oder anzuhalten: den Taumel der Verführung und der Verkettung der Formen untereinander anhalten, das heißt diese magische Ordnung (andere werden sagen, diese magische Unordnung), die wir in Form von kettenartigen Sequenzen und (glücklichen oder unglücklichen) Koinzidenzen, in der Form des Schicksals und der unvermeidbaren Vereinigung, bei der sich die Ereignisse wie durch ein Wunder zusammenfügen, plötzlich wieder auftauchen sehen (…)“ 

(Jean Baudrillard, Die fatalen Strategien, München 1991, 184 ff.)





„Alle Leidenschaft ist eine Bezauberung. Ein reizendes Mädchen eine reellere Zauberin, als man glaubt.“

(Novalis, Briefe und Werke III, Berlin 1943, 179)





„Die Leidenschaft setzt alles zu sich selbst in Bezug.“ 

(Charles Baudelaire, Mein entblößtes Herz, Frankfurt am Main 1986, 16)





„Jetzt gehört es nicht nur zu meinen Gewohnheiten, sondern auch zu meinem Geschmacke – einem boshaften Geschmacke vielleicht? -, nichts mehr zu schreiben, womit nicht jede Art Mensch, die ‚Eile hat‘, zur Verzweiflung gebracht wird.“ 

(Friedrich Nietzsche, Morgenröte, Stuttgart 1991, 9)





„Als sein erstes Buch – Betrachtung – bei Wolff erschienen war, sagte er mir: ‚Elf Bücher wurden bei André abgesetzt. Zehn habe ich selbst gekauft. Ich möchte nur wissen, wer das elfte hat.‘ Dabei lächelte er vergnügt.“ 

(Max Brod, Über Franz Kafka, Frankfurt am Main 1974, 368)





„Mein Gott“, seufzte Des Esseintes, „wie wenig Bücher es doch gibt, die man zum zweitenmal lesen kann!“ 

(Joris Karl Huysmans, Gegen den Strich, Zürich 1981, 330)





„Wer zwei Paar Hosen hat, mache eins zu Geld und schaffe sich dieses Buch an.“ 

(Georg Christoph Lichtenberg, Pfennigs-Wahrheiten, München 1992, 39)





„Es gibt immateriellen Schrott und es gibt aurum sine materia. Wer nicht weiß, was das ist, der sollte dieses Buch erwerben und es lesen.“ 

(Bernhard H. F. Taureck, Professor der Philosophie, Universität Braunschweig) 





„Ich würde gerne meinen gesamten Vorrat an Vitaminkeksen hergeben, um rauszukriegen, was drinsteht!“

(Léo Malet, Das fünfte Verfahren, Reinbek bei Hamburg 1997, 135)

Christian Erdmann, Aljoscha der Idiot, Stimmen zum Buch (1).
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Cover 1

Christian Erdmann, "Aljoscha der Idiot", Cover der Originalausgabe mit Holzschnitt von Frans Masereel.

Cover der Erstausgabe von „Aljoscha der Idiot“, 
erschienen im Januar 2005

Holzschnitt von Frans Masereel (aus „Mein Stundenbuch“)

Reproduktionsgenehmigung der VG Bild-Kunst nach Zustimmung durch den Masereel-Nachlaß am 17.11.2003