Kategorien
Today's Best Song Ever

Today’s Best Song Ever: David Bowie – Five Years

David Bowie by Reinhard Kleist.

4 replies on “Today’s Best Song Ever: David Bowie – Five Years”

Gänsehaut ‘‘ Gänsehaut ‘‘ Gänsehaut ‘‘ ~ mich sehr packend, ergreifend, wie soooo viele Songs von ihm; das Album selbst eines meiner liebsten seiner Schaffenszeit. Bowie ist und bleibt mein ewiger Hero in der Musikszene. Nicht jetzt, dass ich ihn als Mann vergöttert hätte *lächel*, nein, dafür war er mir zu androgyn, aber er (bzw. seine Songs) verkörperte für mich etwas unbeschreiblich Fremdartiges und mir doch sehr Nahes, er hatte die Gabe, mich in andere Gefilde zu geleiten.
Ja, und auch wenn mir „Five Years“ sehr nahe geht, es mich enorm touched, ist da dennoch DAS in mir:

NIEMAND HATTE ANGST

Gefällt 1 Person

Atemberaubend, Dein Traum vom Weltuntergang! Das Bild dieser gewaltigen Sonne, die im Westen erscheint um 1 Uhr nachts, riesengroß  und orangerot; daß Du es als wunderschön empfunden hast, und daß da nur seltsam stilles Staunen war, das ist sehr ergreifend. Ich habe einmal von einem Planeten geträumt, der unserer Erde immer näherkam, gigantisch wie in Lars von Triers „Melancholia“, dann aber gigantisch an der Erde vorbeischwebte. :) Im Roman gibt es einen Satz, der noch Echo ist von diesem Traumbild – „Man zöge still wie ein Planet an seiner Bestimmung vorbei.“

„In meiner 5. und 6. Klasse gab es einen Jungen, der eigentlich ein Mädchen war und sicher auch wurde. Er war gut befreundet mit Iris, also mußte es geschehen: Star dream girl hörte ‚Ziggy Stardust‘, so begegnete ich Bowie zum ersten Mal. Bald darauf ‚The Jean Genie‘, mit 14 erwarb ich meine erste Bowie-LP, ‚Aladdin Sane‘.“ (-> David Bowie has left the Planet)

Bowie ist so sehr eingewoben in die Textur meines Lebens seitdem, seine Musik ist von unschätzbarem Wert für mich und die Faszination erschöpft sich nicht, im Gegenteil. Immer neu entdecke ich, was er tut und wie er es tut, immer anders ist der thrill über diese einzigartig großartige Kunst. Und wie Du empfinde ich immer tiefer, er ist der eine Künstler, der für mich noch über allen anderen steht.

Erinnerst Du Dich an diese Theorie, daß die Welt vor die Hunde geht, seit David Bowie gestorben ist? Gary Oldman hat sie vor kurzem wiederholt: „Don’t you feel that since he died, the world’s gone to shit? It was like he was cosmic glue or something. When he died, everything fell apart.“

Demnach wäre Bowie nicht ein Universalgeist gewesen, sondern der Universalgeist – der Weltgeist. Vielleicht wird eines Tages eine Intelligenz, die uns überlegen ist, herausfinden, daß die Welt überhaupt nur existierte, um David Bowie zu inspirieren. :)

Seriously – „Er hat all diese verschiedenen Persönlichkeiten angenommen, um das Verständnis davon zu erweitern, was es bedeutet, ein Mensch zu sein“, heißt es in der Doku über Bowie von Jonathan Stiasny. Ich denke, er war furchtlos im Ergründen der Conditio humana, er gab Herz und Seele dafür. Er hatte nie Angst vor dem Unbekannten. Play it safe? Er tat stets das Gegenteil.

Im August habe ich einen Tag in Berlin verbracht, um Marlene Dietrich zu besuchen, um das Grab von Nico zu finden tief im Grunewald, und um einmal vor dem Haus zu stehen, in dem David Bowie und Iggy Pop damals lebten, Hauptstraße 155. Ich konnte ins Treppenhaus spähen und sah den alten Mosaikfußboden, über den sie gingen. :)

Wenig später waren wir in Mechelen, Brüssel, Antwerpen und Paris, und die RUE DAVID BOWIE zu finden, war buchstäblich das letzte, was ich auf dieser Reise tat. Es ist kaum eine „rue“, die Umgebung herzlich wenig einladend, but I don’t care – ein weiterer Grund, Paris zu lieben. :)

Like

Kommentar verfassen