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The Sweet

Brian Connolly, The Sweet.
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Aljoscha der Idiot

Ein Buch für Alle und Keinen

Rezension #17

03. September 2014

Ein Buch für Alle und Keinen

Von Christoph Theil

Sehr „dicht“ geschrieben und geradezu überwältigend voll von Wortspielen und Referenzen auf Literatur, Philosophie, Musik und Film. Gerade dadurch ausgesprochen spannend und lesenswert.

Christian Erdmann, Aljoscha der Idiot, Rezension: "Ein Buch für Alle und Keinen".

Ein Buch für Alle und Keinen @amazon

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Film

The Bird with the Crystal Plumage

Dario Argento, The Bird with the Crystal Plumage.
Tony Musante in "The Bird with the Crystal Plumage", Regie Dario Argento.
Tony Musante, Suzy Kendall in "The Bird with the Crystal Plumage", Regie Dario Argento.
Tony Musante, Suzy Kendall in "The Bird with the Crystal Plumage", Regie Dario Argento.
Suzy Kendall in "The Bird with the Crystal Plumage", Regie Dario Argento.
Tony Musante, Suzy Kendall in "The Bird with the Crystal Plumage", Regie Dario Argento.
Eva Renzi in "The Bird with the Crystal Plumage", Regie Dario Argento.
"The Bird with the Crystal Plumage", Regie Dario Argento.
"The Bird with the Crystal Plumage", Regie Dario Argento.
Suzy Kendall, Tony Musante in "The Bird with the Crystal Plumage", Regie Dario Argento.
Suzy Kendall, Tony Musante in "The Bird with the Crystal Plumage", Regie Dario Argento.
Suzy Kendall, Tony Musante in "The Bird with the Crystal Plumage", Regie Dario Argento.
Suzy Kendall, Tony Musante in "The Bird with the Crystal Plumage", Regie Dario Argento.
Suzy Kendall in "The Bird with the Crystal Plumage", Regie Dario Argento.
"The Bird with the Crystal Plumage", Regie Dario Argento.
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Musik

Danielle Dax

Danielle Dax.
Danielle Dax.
Danielle Dax.

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Journal Musik

Huch, der Musikladen

Clovis Trouille, Dolmancé et ses Fantômes de Luxure.
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Travelogue

Čachtice – Brno

Mittwoch, 29.08.2012

Ich träumte von einer Tigerin, die mit 12 Meter hoher Eleganz über die Ebene lief wie durch ein Dali-Bild, in einem 60°-Winkel zu den Gleisen, so daß ich vom Zugfenster aus das Schauspiel ihrer Gangart noch bewundern konnte, bevor es verglühte.

Elisabeth Bathory, die berüchtigte „Blutgräfin“, wurde auch „Tigerin von Čachtice“ genannt.

Im Juni 2012 wurden die Ruinen von Burg Čachtice geschlossen für reconstruction works. Trotzdem fahren wir an diesem Morgen von Bratislava nach Nové Mesto nad Váhom und nehmen dort den Zug nach Čachtice. Wie erwartet steigt außer uns nur The Ghost of Electricity an diesem Bahnhof aus.

Čachtice, Slovakia, Station.

Wir nehmen uns vor, die Burg Čachtice noch einmal zu besuchen, sobald die Arbeiten an der Ruine abgeschlossen sind, und im Sommer 2014 erfüllt sich der Plan. Dieser zweite Besuch ist hier erzählt:

Burg Čachtice – Auf den Spuren der „Blutgräfin“ Elisabeth Báthory

Und man sieht dies. Die Stille, die nichts mehr weiß von den Schreien gefolterter und sterbender Mädchen.

Čachtice, Slovakia

As close as we can get.

Ruins of  Čachtice Castle.

Die Kirche von Čachtice von der Straßenseite aus. Ursprünglich gotische Kirche aus dem Ende des 14. Jahrhunderts.

Čachtice, Slowakei.

Eingemauerter Grabstein bei der Kirche

Čachtice, Slowakei.

Kaltes Rajec unter Sonnenschirmen, ein süßes „Auf Wiedersehen!“ der Saaltochter. Das kleine Schloß Draškovic, im Stil der Spätrenaissance im 17. Jahrhundert erbaut, beherbergt das Museum von Čachtice. Die Präsentation zu Elisabeth Báthory ist sichtlich modernisiert. Enthielt eine Reportage von 1999 (T. Niederberghaus im Tagesspiegel) noch die klassische Folklore („Was wollen Sie denn dort oben in den geheimnisvollen Gemäuern“, „Viele von ihnen meiden das verfallene Anwesen noch Generationen später“ und „Daß die Einwohner in Čachtice empfindlich reagieren, wenn man sich nach der Báthory erkundigt…“), scheint man sich nun mit der Historie langsam zu arrangieren.

Zu sehen ist Elisabeths Handschrift. (Original im Staatsarchiv in Bytca)

Čachtice, Handwriting of Elizabeth Bathory.

Präsentiert wird auch diese Reproduktion eines Gemäldes, das Elisabeth Báthory zeigt.

Čachtice, Portrait of Elizabeth Bathory.
Čachtice Museum, Bathory Testament.

Der berühmte Brief von Thurzo an seine Frau vom 30. Dezember 1610.

(…) Geliebtes Herz, ich kam gestern hier in Ujhely an, Gott sei Dank in guter Gesundheit. Ich ließ Frau Nádasdy festnehmen, jetzt wird sie in die Festung gebracht. Ihre Folterer, die bösen, Unschuldige tötenden Frauen mitsamt einem jungen Mann, der ihr Helfer war in vielen Schandtaten, habe ich ebenfalls hinaufgeschickt. Sie sollen unter strenger Bewachung und in Haft bleiben, bis Gericht über sie gehalten wird. Die Frauenzimmer werden in der Stadt, der junge Mann aber in der Festung gefangengehalten. Als unsere Männer und Knechte in das Kastell in Csejte ankamen, fanden sie gerade ein Mädchen tot, ein zweites gefoltert und voller Wunden im Sterben liegend. Eine dritte Frauensperson war ebenfalls gepeinigt und verwundet. Außerdem waren einige für künftige Folterungen in strenger Haft gehalten von der verdammten Frau. Ich warte nur, daß die verdammte Frau in die Festung gebracht und versorgt wird. Dann mache ich mich auf den Weg, und wenn der Herr es gibt, komme ich morgen nach Hause. Gott gebe, daß wir uns in guter Gesundheit wiedersehen. Seiner guten und heiligen Vorsehung empfehlen wir uns und unsere geliebten Kinder. Geschrieben in Eile, in Ujhely, am 30. Dezember 1610.
Dein Dich liebender Wandergeselle, der Dich so liebt, wie sein eigenes Herz, seine Seele und sein Leben.
Graf Georg Thurzo manu propria

Čachtice Museum, Georg Thurzo Letter.

Auch die Krypta der Kirche von Čachtice barg keinerlei Anzeichen für Elisabeths letzte Ruhestätte. Die Kirche durch ein Fenster des Museums gesehen.

Čachtice, Slowakei, Kirche.

„Csejte, 16. November 1607. Elisabeth Báthory teilt mit, daß sie am vergangenen Dienstag (13. Nov.) bei gutem Wohlbefinden Csejte erreicht hat. Wenn Gott ihr die Gesundheit gibt, wird sie, Thurzos Wunsche Folge leistend, bei der Vermählung seines Kindes anwesend sein. Es ist ihr ein Vergnügen, sich ihm dienstbar zu erweisen.“ – Brief von Elisabeth an Thurzo. „Die Briefe zeigen eine schöne und gleichmäßige, gut leserliche Handschrift und deuten auf viel Übung hin…“ (Ravelsberg; Farin 239).

In der Halle begegnet man Elisabeth noch einmal. Als Plakat ans Gewölbe geschraubt, damit man sich von ihrem Blick verfolgen lassen kann.

Čachtice Museum, Elisabeth Bathory.

Das Draškovic-Kastell.

Čachtice Museum, Draškovic Kastell.
Čachtice Museum, Draškovic Kastell.

Wir wandern zum Bahnhof zurück. Trotz gewissenhaften Studiums slowakischer Fahrpläne vor der Reise wird schnell die Frage drängend, ob hier noch ein Zug kommt.

Čachtice, Slovakia, Station.

An diesem Bahnhof ist bis auf die letzte Glühbirne alles abgeschraubt. Irgendjemand brauchte auch dringend ein C.

Čachtice, Slovakia, Station.

Der Versuch, bei den Gleisen die Burg Čachtice nachzubauen, blieb in den Kinderschuhen stecken.

Čachtice, Slowakei, Bahnhof.

Once Upon a Time in the East

Čachtice, Slovakia, Station.

Der Mundharmonikaspieler kommt mit dem Zug

Čachtice, Slovakia, Station.

Donnerstag, 30.08.2012

Bratislava Newspaper Novy Cas, Medved.

Bär erschien nur 5 km vor Bratislava!

Zum letzten Mal wurde ein Bär vor den Toren Preßburgs um 1600 gesichtet. Hatte ich mir so mein Ende vorgestellt? Auf dem Weg zum Bahnhof von Bratislava von Meister Petz gefressen zu werden? Stefánikova: coast is clear.

Bratislava, Slovakia, Stefanikova.

„Dva listky do Brno, prosim“ wird verstanden, jeder furchtlose Ausflug ins Paraslowakische lächelnd entgegengenommen. Auch schrilles „Tri listky! Tri listky!“ stört die Atmosphäre auf dem Bahnhofsplatz nicht sehr.

Bratislava, Slovakia, Station.

Mähren, Brno, Brünn, Hotel Europa, Kapitana Jaroše 27, Zimmer 105. Der Blick aus unserem Hotelzimmer.

Brünn, Brno, View from Hotel Europa.

1000 Meter Luftlinie entfernt von hier wohnte Robert Musil, in der ehemaligen Augustinergasse, heute Jaselska. Die Musils zogen nach Brünn, als Robert 10 Jahre alt war.

Nichts von „Brünner Funktionalismus“ zu sehen. Klassische Schönheit, Historismus, Gründerzeit, Jugendstil.

Brünn, Brno.
Brünn, Brno.

Als erstes besuchen wir die Kapuziner.

Brünn, Brno, Kapuzinerkirche.

Das Schild führt zur Krypta unter der Kapuzinerkirche. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurden in der Kapuzinergruft die Ordensbrüder bestattet, auch einige prominentere Tote, Gönner und Förderer des Ordens. Die Beschaffenheit des Gesteins im Kirchenfundament und ein ausgeklügeltes System von 60 kleinen Schächten, das für einen steten Luftzug sorgt, führten zur Mumifizierung der Toten. Um die 50 Mumien haben sich in der Gruft erhalten, aus den Jahren zwischen 1658 und 1784 – danach verfügte Joseph II. die Schließung aller Friedhöfe im Stadtgebiet und verbot auch Bestattungen in Kirchen oder kirchlichen Grüften.

Die Welt hier unten ist nicht unbedingt für die zartesten Gemüter. Im ersten Raum mumifiziert ein Pandur. Franz Freiherr von der Trenck, Vetter des Friedrich Freiherr von der Trenck, eine der schillerndsten Gestalten des 18. Jahrhunderts.

Geboren am 1. Januar 1711, Sohn eines preußischen Offiziers, Jesuitenschule, wo er während einer Fronleichnamsprozession seine geweihte Kerze auf dem Kopf eines Studenten in kleine Stücke schlägt. Mit 17 im kaiserlichen Regiment, gefährdet er sein Leben in einer Reihe von Duellen, seine Eskapaden machen Trenck in Adelskreisen bekannt und berüchtigt, eine der ersten Damen der Wiener Gesellschaft bekommt seinen Zorn auf besonders unangenehme Weise zu spüren. Aus dem Regiment entlassen aufgrund ausschweifenden Lebens und ausgeprägter Streitlust. Rittmeister in einem russischen Husarenregiment, dann Dragonerregiment, erneuter Ärger, als Trenck den Obersten öffentlich ohrfeigt. Trenck steht schon vor dem Erschießungskommando, Pardon des Feldmarschalls in letzter Sekunde, Trenck wird zu Strafarbeit auf der Festung Kiew verurteilt, danach Rückkehr auf seine Güter in Slawonien.

Bei Ausbruch des österreichischen Erbfolgekriegs 1740 erhält er von der jungen Maria Theresia die Erlaubnis, einen Trupp von 1000 Panduren auf eigene Kosten auszurüsten und nach Schlesien zu führen. Die Pandurenarmee wächst auf 5000 Mann an, fällt durch wagemutige Streifzüge und tollkühne Eroberungen auf, aber auch durch grausame Härte vor allem gegen die Zivilbevölkerung; ein bunter Haufen von Galgenvögeln und Schwerverbrechern, und ein blutiger: bald waren Trenck und seine Panduren, mit ihrer eigentümlichen Tracht und Bewaffnung, wegen ihrer Raub- und Mordlust landauf, landab gefürchtet. 1744 nimmt Maria Theresia den Vorschlag an, Trenck zum Obristen zu befördern. Als Trenck bei der Schlacht von Soor das preußische Lager plündert, bringt er das Tafelsilber Friedrichs II. an sich. Die Beschuldigungen gegen Trenck häufen sich, Maria Theresia muß eine Untersuchungskommission anordnen. Hausarrest in Wien mißachtet er, fährt in den schönsten Equipagen in der Stadt herum. Im Theater, Maria Theresia ist ebenfalls anwesend, stürzt sich Trenck auf einen seiner Gegner, den er in einer Loge entdeckt, um ihn zu züchtigen.

Damit ist das Maß endgültig voll, Trenck wird 1746 vor dem Kriegsgericht in Wien der Prozeß gemacht, unter den Anklagepunkten fahren Trencks Gegner auf: daß er einige seiner Panduren niedergemetzelt habe; daß er zum Raub von Kirchengerät aufgefordert und Geistliche mit Schlägen mißhandelt habe; daß er Regimentsgelder veruntreut habe; Greueltaten, Ungehorsam, Insubordination. Während der Verhandlung packt er den Präsidenten des Gerichts, schleift ihn zum Fenster und macht Anstalten, ihn hinauszuwerfen, was die anwesenden Wächter gerade noch verhindern können. Trenck wird zum Tode verurteilt, das Einschreiten Maria Theresias ändert das Urteil 1748 zu lebenslanger Festungshaft in den gefürchteten Kasematten der Burg Spielberg in Brünn. Im schrecklichsten Kerker der Monarchie erkrankt Trenck, trotz Maria Theresias Befehl, ihm „alles, was er nur wünsche, nur nicht die Freiheit“ zu gewähren, nach nur einem Jahr und stirbt, mit 38 Jahren, am 14. Oktober 1749.

Trencks Mumie liegt seit 1872 in einem verglasten Metallsarg aufgebahrt. Der Deckel dieses Zinksarges ist mittlerweile, eigentlich, an einer der weißen Wände dieses Raumes aufgehängt, befindet sich aber gerade in der Memento Mori-Ausstellung im Prager Loreto. Man kann um den Abenteurer und daredevil herumgehen und durch die Glasfenster die äußerste Seltsamkeit seines post mortem-Sonderweges betrachten. Schaurige Präsenz, die durch Jahrhunderte spukt. Ob der Kopf Trencks eigener ist? Es geht die Geschichte, daß der Pandur zwei Wochen nach seinem Begräbnis geköpft und sein Schädel gestohlen wurde. Ein zur gleichen Zeit verstorbener Kapuzinermönch soll ihm seinen Kopf geliehen haben. Eine gewisse Verbindungslosigkeit zwischen Kopf und Körper scheint erkennbar, aber das Rätsel bleibt. Kopfräuber oder Kopf wurden nie gefunden.

Im September 1749 hatte Trenck sein Testament aufgesetzt, in dem er auch die Kapuziner großzügig bedachte. 1740 hatte er mit 30 Panduren türkische Räuber bis in deren Heimat verfolgt und sich dann einem Konflikt mit der Justiz wegen seines eigenmächtigen Vorgehens durch Flucht nach Wien entzogen, wo die Kapuziner ihm Asyl gewährten, bis die Angelegenheit durch Vermittlung Herzogs Karl von Lothringen bereinigt war.

Es heißt, daß Trenck zu der Stunde starb, die er vorausgesagt hatte. Daß er sich die Tonsur scheren ließ und das Habit der Kapuziner anlegte. Daß er ausrief: „Gottlob, meine Stunde ist gekommen!“, sich an einen Tisch setzte, den Kopf auf die Arme stützte und so verweilte. Als die Anwesenden ihn nach einer Weile berührten, stellten sie fest, daß er tot war. Es ging auch das Gerücht, Trenck sei im Besitz des legendären Giftes namens Aqua Tofana gewesen. Mozart glaubte während der Arbeit am Requiem, durch Aqua Tofana vergiftet worden zu sein.

Mit Trenck in einem Raum: Clementiana, Märtyrerin aus der Zeit der Christenverfolgung, das Gesicht unter rätselhaft schöner weißer Maske.

In einem anderen Raum die Mitglieder der Familie Grimm. Barockbaumeister Moritz Grimm, seine Frau Vorsila, sowie Franz Anton Grimm, beider Sohn, ebenfalls Baumeister und Ingenieur. Moritz Grimm installierte das System von Lüftungskanälen, das zusammen mit den geologischen Besonderheiten der Gruft für die Mumifizierung der hier Bestatteten verantwortlich ist.

Im nächsten Raum einige Angehörige der besseren Gesellschaftsschichten, Adelige, Angehörige der Geistlichkeit, bedeutende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Sie mumifizierten in Särgen aus dunklem Holz, aus einfachen Brettern gezimmert, Reste von Bemalung, nachgedunkelte und verblichene Ornamente. Einem alten Brauch folgend, blieben die Hobelspäne, die bei der Herstellung der Särge anfielen, in diesen liegen. Der älteste Körper, von Jakob Kunes, stammt von 1658. Jan Zinzendorf, Reichsgraf, ehemaliger General und Herr von Spielberg. Der stumme Schrei seines mit den Jahrhunderten immer weiter aufgerissenen Mundes immer lauter. Daneben seine Schwiegertochter, die 1719 verstorbene junge Komtesse Isabella von Zinzendorf. Ihr Körper ist seltsam verdreht. Ernst Trost schrieb in einer Reportage über Brünn:

„Man starrt die Leiche an und fühlt sich als Zeuge einer schrecklichen Tragödie. Die Haltung der anderen Mumien in der Gruft drückt das Endgültige des Todes aus. Dieses Mädchen aber verkrampft seine mageren Hände in die Schenkel, seine Beine sind ein wenig angezogen, der Körper ist gekrümmt. Unruhe, Entsetzen, Angst, Verzweiflung – all das bekannt diese Mumie mit einem einzigen stummen Aufschrei für die Ewigkeit. Jetzt ist ihr Sarg geöffnet. Damals war er geschlossen und das Mädchen erwachte (…) hier in der Gruft, wo es für jedes Klopfen und Schreien zu spät war“.

Ob die junge Komtesse tatsächlich in panischem Schrecken in ihrem Sarg erwacht ist, oder ob sie an einem epileptischen Anfall starb, der ihre heimgesucht wirkende Haltung erklären könnte – der Anblick ist schauerlich.

Martin Löw, Kaufmann aus Brünn, der Schlag traf ihn während eines Klosterbesuchs, 1773. Jiri Barnabas Orelli, Zunftmeister, die Stiefel wie eben gerade über die ausgetrockneten Überreste gezogen. Franz Preisler, ein Arzt, der die Kapuziner 36 Jahre lang behandelte, ohne Entgelt zu verlangen, trägt ein Rokokohemd nach spanischer Mode.

Ein 12 Jahre alter Ministrant, der während der Messe beim Altar starb.

Der letzte Raum: die Grabstätte der Mönche. Von den 150 hier beigesetzten Kapuzinermönchen haben sich die Leichen von 24 als Mumien erhalten. In Einhaltung ihres Armutsgelübdes verwendeten die Kapuziner nur einen einzigen Holzsarg, in dem sie den verstorbenen Bruder nach den Bestattungsriten auf einer schmalen Treppe in die Gruft hinabtrugen und ihn dann auf den kahlen Erdboden der Krypta legten. Der Kopf wurde durch zwei Ziegelsteine gestützt.

Zwei Räume. In einem kleinen Raum die Mumien von vier Mönchen. Einer scheint uns aus dem Jenseits noch anzulächeln.

Der andere Raum: die Mumien von zwanzig Mönchen in zwei Reihen. Nie etwas Vergleichbares gesehen. Erschreckend und faszinierend. Einige halten noch den Rosenkranz oder ein Kruzifix in den brüchigen Fingern. Einer hält ein langes Holzkreuz im Arm. Manche friedlich, andere mit Furcht in den bröckelnden Gesichtszügen, Schemen der einst lebendigen Physiognomie, verzerrte Fratzen. Alle in den graubraunen Resten ihrer Kutte, mancher noch mit Kapuze. Als würden sie gleich gemeinsam einen Gesang aus der ewigen Dunkelheit anstimmen.

Fotografieren ist in der Krypta nicht erlaubt. Ein Bild aus dem Heft, das man am Eingang erwerben kann:

Brünn, Brno, Kapuzinerkirche, Kryptra, Crypt, Mummy.

Ein Fundstück:

Brünn, Brno, Kapuzinerkirche, Mummies in the Crypt.

Haunting, und da kommt der Kirchenkitsch-Laden bei der Kathedrale St. Peter und Paul wie gerufen. Die Dame konstatiert unser weltliches Erscheinungsbild zunächst skeptisch, wir überraschen sie jedoch mit gezieltem Einsatz religiöser Mimikry, Madame verläßt den Laden mit einem Container Kerzen, ich mit einem Betbild, das mich an gewisse Innencover von Nick Cave-Platten erinnert. Wir werden freundlich verabschiedet.

Die Kathedrale bei Tag.

Brünn, Brno, St. Peter und Paul.

Die erste dem Apostel Petrus geweihte Kirche wurde hier um 1180 im romanischen Stil errichtet, von diesem Bau ist noch die Krypta erhalten. Im 14. Jahrhundert, während der Herrschaft der Luxemburger, wurde die Kirche in eine dreischiffige gotische Basilika umgebaut. Um 1500 wurde das Patrozinium der Kirche auf den Apostel Paulus ausgeweitet, die Kirche in eine Hallenkirche umgewandelt.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Brünn 1643 und 1645 von den Schweden belagert, die Kirche wurde durch Kanonenfeuer stark beschädigt und brannte schließlich nieder. Die Türme stürzten ein. Zunächst nur notdürftig instandgesetzt, wurde die Kirche nach Plänen von Moritz Grimm zwischen 1743 und 1746 umfangreich erneuert. 1777 wurde St. Peter und Paul zur Bischofskirche, der Innenraum aus diesem Anlaß im Barockstil neu gestaltet. Die Türme wurden erst zwischen 1901 und 1909 durch den Wiener Architekten August Kirstein erbaut.

Brünn, Brno, St. Peter und Paul.
Brünn, Brno, Foto von Christian Erdmann.

Die Mittagsglocken von St. Peter und Paul läuten um 11, nicht um 12, in Erinnerung an eine List, die General Raduit de Souches im Dreißigjährigen Krieg während der Belagerung von Brno durch die schwedische Armee anwandte. Der Legende nach erklärte der schwedische General Torstenson am Morgen des 15. August, daß er die Belagerung aufgeben würde, wenn er die Stadt nicht vor dem Läuten der Mittagsglocke einnehmen kann. General Raduit de Souches ließ die Mittagsglocke eine Stunde früher läuten, und die getäuschten Schweden zogen sich zurück.

Brünn, Brno.

In der St. Jakobs-Kirche befindet sich das Grab von Jean-Louis Raduit de Souches, der Frankreich nach dem Hugenottenkrieg 1629 verlassen hatte. Er gilt als der heldenhafte Retter von Brünn.

Brünn, Brno, St. Jakob.

St. Jakob wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts als romanische Kirche erbaut, zu Beginn des 16. Jahrhunderts durch einen dreischiffigen Hallenbau ersetzt, unter Beteiligung des seinerzeit berühmten, in Brünn geborenen Baumeisters Anton Pilgram, der zwischen 1511 und 1515 auch die Bauhütte am Wiener Stephansdom leitete.

Baumeister Pilgram neigte zu Schabernack. Am Alten Rathaus hat er ein Türmchen kurios verbogen, an der Fassade von St. Jakob huckt dies Männchen.

Brünn, Brno, St. Jakob.

St. Thomas

Brünn, Brno, St. Thomas.
Brünn, Brno, St. Thomas.

Billa Break, Birne umsonst, zwei Shelties in der Kapitana Jaroše. Der Volkssport „Pflastersteine stehlen“ wurde auch in Brno von der Bevölkerung überaus gut angenommen. Wir gehen Dessous kaufen.

Brünn, Brno.

Die Kathedrale bei Nacht.

Brünn, Brno, St. Peter und Paul.

Petrus und Paulus beobachten den Flug der methodischen Fledermäuse.

Brünn, Brno, St. Peter und Paul.
Brünn, Brno, St. Peter und Paul.

Am Freitag, den 31.08.2012, reisen wir von Brno zur Burg Pernštejn.

Sonnabend, 01.09.2012

Die Burg Spielberg (Špilberk) wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts unter Przemysl Ottokar II. angelegt. Die ältesten schriftlichen Quellen über die Existenz der Burg stammen aus den Jahren 1277 / 1278; 1278 fand in den Burgräumen der Landtag statt. Die gotische Burg war als Sitz der böhmischen Könige und der Markgrafen von Mähren konzipiert, die böhmischen Herrscher weilten jedoch nur gelegentlich auf Spielberg. Die erste Gemahlin des böhmischen Königs Karl IV., Blanche von Valois, verweilte nach ihrem 1337 erzwungenen Weggang aus Prag auf Spielberg.

Im 15. Jahrhundert tritt die militärische Bedeutung der Burg in den Vordergrund, während der Hussitenkriege und vor allem während der Kämpfe zwischen dem böhmischen König Georg von Podiebrad und dem ungarischen König Matthias Corvinus. 1469 gelang es Matthias Corvinus, die erschöpfte böhmische Besatzung der Burg Spielberg zur Aufgabe zu zwingen.

Bis zum 17. Jahrhundert erlebt die Burg unter wechselnden Besitzern einen langsamen Verfall, während des Dreißigjährigen Krieges läßt die geringe militärische Präsenz von etwa 40 Mann zunächst nicht darauf schließen, daß die Burg noch jemals eine bedeutende militärische Rolle spielen sollte.

Das änderte sich schlagartig mit der partiellen Besetzung Mährens durch die schwedische Armee und mit der unmittelbaren Bedrohung Brünns in den Jahren 1643 / 1645. Die Befestigung der Burg und der Stadt wurden umgehend repariert und modernisiert. Als Brünn 1645 unter dem Kommando von Oberst Raduit de Souches drei Monate lang der Belagerung durch die schwedische Übermacht trotzte, war dies ein neuer Beweis für die strategische Bedeutung der Festung. In der Mitte des 18. Jahrhunderts bildete die Burg mit der befestigten Stadt Brünn das bedeutendste Bollwerk in Mähren, das 1742 auch für den preußischen König Friedrich II. zu einem unüberwindbaren Hindernis wurde.

Zur Burg gehörte auch das Festungsgefängnis. Dort wurden nach dem Ständeaufstand 1620 führende mährische Mitglieder der Rebellion gegen die Habsburger einige Jahre lang festgehalten, es gab „gewöhnliche“ Sträflinge, aber auch einige hochgestellte Militärs wie die österreichischen Heerführer Bonneval und Wallis. Berühmtester Häftling war der 1749 hier verstorbene Pandurenoberst Franz von der Trenck.

Die Kasematten, 1742 fertiggestellt, sollten einem 1200 Mann starken Soldatencorps dienen, letztlich blieben sie jedoch Depots für militärische Ausrüstung. 1783 wurde auf Anordnung des Kaisers Joseph II. im Zuge der Reform des Gefängniswesens in den Kasematten ein ziviles Gefängnis für die gefährlichsten Schwerverbrecher eingerichtet. Die gemeinsame Nutzung der Burg als Festung und als ziviles Gefängnis brachte einige Schwierigkeiten mit sich.

Nach der Zerstörung einiger wichtiger Festungsteile durch abziehende napoleonische Truppen im Herbst 1809 verlor die Festung ihre militärische Bedeutung, 1820 wurde sie aufgegeben. Die gesamte Festung Spielberg wurde zu einem zivilen Gefängnis, das Franz Joseph I. 1855 wieder aufhob. Bei der Umwandlung in ein Gefängnis Anfang des 19. Jahrhunderts erlebte die Burg ihren letzten ausgedehnten Umbau, die radikale Instandsetzung beseitigte mit Ausnahme des Ostflügels praktisch alles, was noch von der mittelalterlichen Burg und ihren späteren Anbauten übrig geblieben war. Die Burg Spielberg erhielt damit ihr heutiges Aussehen.

Brünn, Brno, Spielberg Castle.

Es gibt mehrere Ausstellungen auf der Burg. Die „Vulcanalia“-Exposition widmet sich der Geschichte und der Kunst des Feuerwerks, von der Beherrschung des Feuers bis zu Furttenbachs Pyrotechnischem Theater. Seit 1998 findet in Brünn jeden Sommer das „Ignis Brunensis“ statt, ein internationales Feuerwerk-Festival, in das zwei Wochen lang die ganze Stadt involviert ist, denn es ist zugleich Teil eines historischen Festivals („Brno – City in the Centre of Europe“): Kanonen werden abgefeuert, Pferde ziehen alte Tramwagen durch die Stadt, Damen in historischen Kostümen wedeln mit dem Fächer. In der Ausstellung sieht man alte Abschußmörser und -rampen, darf sich in die Arbeit des Pyrotechnikers vertiefen, und man lernt, daß es 1767 auf der Burg Spielberg ein großes Feuerwerk gab zu Ehren der wiederhergestellten Gesundheit der Kaiserin Maria Theresia.

Zwölftens: Liefen zwey andere versetzte Feuerräder neben diesen zwoen Pyramiden, und immittelst aus zweenen Pöllern versetzte Luftkugeln aufstiegen.

Zu sehen gibt es auch Fundstücke aus dem 112 Meter tiefen Brunnen im westlichen Teil des Hofes, der mit der Zerstörung Spielbergs durch französische Truppen zugeschüttet wurde; bei der vollständigen Freilegung des Brunnenschachtes 1990/91 kamen Waffen, Pfeifenköpfe, Hufeisen, Knöpfe, Münzen, Patronenhülsen, Brillen, Gürtelschnallen zum Vorschein. Man hat in diesem Brunnen auch ein Skelett gefunden. Es soll sich um einen Soldaten handeln. Die Schuhe, die man bei ihm fand, stammen aus der Zeit zwischen 1870-80. Auch ein gewisser Johann Rader soll 1833 beim Wasserschöpfen in den Brunnen gestürzt und dort gestorben sein. Rader sollte in Spielberg eine 12jährige Strafe abbüßen, offenbar ist sein Skelett aber in Lovecraft’sche Tiefen davon, im Brunnen hat man es nicht mehr gefunden. Am Grund des Brunnens befinden sich zwei horizontale Schächte von 17 bzw. 26 m Länge.

Dann durchstreifen wir die Räume der Ausstellung „Spielberg – Kerker der Nationen“. Man wird mit den Geschichten vieler Häftlinge vertraut gemacht, und man kann sich ein Bild vom Dasein der Gefangenen auf Spielberg machen. Man gewinnt Einblick in die Constitutio Criminalis Theresiana, das umstrittene Strafgesetzbuch, das Maria Theresia 1768 als Erzherzogin erließ – in den „Beylagen“ präzise Anleitungen für korrekte Durchführung des Langziehens und anderer „legaler“ Foltern.

Man bestaunt „Die Spitzbubensprache“ von 1802, eine Art Gaunerwörterbuch, oder eine Kundmachung von 1815, „den Raubmörder Johann Georg Grasel betreffend“. Zu sehen auch das Bild des berühmt-berüchtigten Grasel mit den komplici Fähding und Stangel. Wir begegnen Vaclav (Wenzel) Babinsky, dem legendären böhmischen Räuberhauptmann, geboren 1796. Babinsky wurde 1841 als Häftling Nummer 1042 in die Festung Spielberg eingeliefert. Er war als ruhiger Gefangener bekannt, der stets einen Rosenkranz bei sich trug und betete, das Vertrauen der Gefängnisleitung gewann, bald kranke Mithäftlinge betreute und zahlreiche Vergünstigungen erhielt.

Auch Jean-Baptiste Drouet war hier. Drouet, der am 21. Juni 1791 den fliehenden König Louis XVI. erkannte und Maßnahmen zu dessen Verhaftung in Varennes einleitete. Drouet geriet im Herbst 1793 in österreichische Gefangenschaft, die er auf Spielberg verbingen mußte, bis er im Zuge eines Gefangenenaustausches im September 1795 nach Frankreich zurückkehrte.

Ausgiebig dokumentiert auch die Geschichte des 1789 geborenen Schriftstellers Silvio Pellico, Autor der Tragödie Francesca da Rimini, wie Manzoni ein patriotischer Kämpfer für die Einheit Italiens und wider die Fremdherrschaft, 1820 als Mitglied der Carbonari verdächtigt und verhaftet. 1824 wurde er zum Tode verurteilt und zunächst in die Bleikammern von Venedig überführt; durch einen Gnadenakt des Kaisers von Österreich, Franz I., wurde das Todesurteil in Kerkerhaft umgewandelt, die Pellico auf der Festung Spielberg verbüßte. Pellico wurde 1830 vorzeitig entlassen, doch er war ein gebrochener Mann, körperlich schwer gezeichnet. Er lebte zurückgezogen und schrieb ein aufsehenerregendes Buch über seine Haft (Le mie prigioni, dt. „Meine Kerker“, 1832), das ihm internationalen Ruhm einbrachte; später, als er mit der Erziehung der Kinder des Conte Lambertenghi betraut war, kamen u.a. Lord Byron, Madame de Stael und August Wilhelm Schlegel, um Pellico kennenzulernen.

Pellico gehörte zu den politischen Gegnern der Habsburger Monarchie, die auf der Festung Spielberg inhaftiert waren. Auf die politischen Häftlinge warteten jedoch nicht die Kasematten. Für Gefangene höheren Standes, auch für die „Staatsgefangenen“, die aus politischen Gründen interniert waren – italienische Carbonari, Angehörige der republikanischen Bewegung in Ungarn (die „ungarischen Jakobiner“), polnische Revolutionäre des Krakauer Aufstandes von 1846 -, gab es auf Spielberg separate Zellen, zunächst in der oberen Etage des alten Gefängnisgebäudes, später in einem Teil der Kasernen.

Ein anderer italienischer Revolutionär war Graf Federico Confalonieri (1785 – 1846), nach zermürbenden Prozeß seit Januar 1824 auf Spielberg inhaftiert. Einmal im Gefängnis, weigerte sich Confalonieri bei weiteren Befragungen, auch nur noch ein einziges Wort zu sprechen oder zu schreiben, und wurde während seiner Haft mit außerordentlicher Strenge behandelt. Teresa Casati, mit der Confalonieri seit 1806 verheiratet war, setzte sich unermüdlich für Erleichterung der Haftbedingungen ein. Sie starb 1830; Federico erfuhr erst zwei Jahre später von ihrem Tod.

Persönliche Gegenstände des Franz von der Trenck, von Pellico, Bücherlisten, Erzeugnisse der Häftlinge, ein ausgehöhltes Buch.

Eine Figur auf einem Bild von Pieter Brueghel dem Älteren, die aus einem Turmfenster schaut. Feels like this.

Brünn, Brno, Spielberg.

Der Eingang zu den Kasematten. Ein netter junger Mann erklärt uns vorab den Weg durchs Labyrinth, schickt uns mit Faltblättchen auf die Reise, ich sage „In case I come back alone, I have locked her up“, er lacht: „It’s only prison for men!“

Brünn, Brno, Spielberg, Kasematten.

Die Kasematten – Gänge und fensterlose Räume mit Tonnengewölbe – wurden 1742 vollendet, als Spielberg unter Oberst de Rochepin eine neuerliche Befestigung erfuhr. Als Kaiser Joseph II. 1783 entschied, Spielberg zum Gefängnis für Schwerstverbrecher zu machen, wurde zuerst die obere Etage der (zweigeschossigen) nördlichen Kasematten umgebaut zu Massenzellen für Gefangene, 1784 entstanden auf Anordnung des Kaisers, nachdem er das Gefängnis von Spielberg persönlich inspiziert hatte, in der unteren Etage der nördlichen Kasematten 29 Holzverschläge, in denen die zu lebenslanger Haft verurteilten Sträflinge an Ketten angeschmiedet werden sollten. 22 Gefangene wurden tatsächlich in diesen tiefsten und ärgsten Verschlägen untergebracht, wo es nicht einmal indirekte Beleuchtung gab. Einer von ihnen war der Soldat Joseph Lippmann, 1786 zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er seinen Hauptmann von hinten erschossen hatte. 1790 ließ Leopold II. diese schlimmste Form des Arrestes auf Spielberg wieder aufheben. 1785 wurde auch die obere Etage der südlichen Kasematten zum Gefängnis umgewandelt, der sogenannte Leopoldinische Trakt. Die Kasematten von Spielberg wurden schnell zum berüchtigtsten Kerker der Habsburger Monarchie, europaweit bekannt und gefürchtet, eine Hölle der Lebenden.

Brünn, Brno, Spielberg, Kasematten.

1939 wurde Spielberg zum Gefängnis der Gestapo im besetzten Brünn. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahmen die Nazis Umbauten in den nördlichen Kasematten vor, um Unterkünfte für ihre Truppen zu schaffen. Einen Rest der von den Nazis installierten Telefonanlage sieht man noch, an diesem unheimlichen Ort.

Zwischen 1987 und 1992 erhielten die Kasematten von Spielberg im Rahmen einer umfassenden Rekonstruktion wieder weitgehend das Erscheinungsbild, das sie am Ende des 18. Jahrhunderts hatten.

In den Massenzellen der Kasematten waren „gewöhnliche“ Kriminelle wie Mörder, Diebe, Brandstifter untergebracht. Verliese „for 29 prisoners“, „for 23 prisoners“, „for 27 prisoners“, im größten dieser Kerker, der sich in den südlichen Kasematten befindet, vegetierten 50 Gefangene.

Bis 1790 durften nur kranke Gefangene auf Strohmatten schlafen. Alle anderen Häftlinge verbrachten die Nächte auf Gestellen aus Holz, an Eisenringe angekettet.

In den nördlichen Kasematten.

Brünn, Brno, Spielberg, Kasematten.
Brünn, Brno, Spielberg, Kasematten.

Flucht aus den Kasematten war im Grunde unmöglich.

Brünn, Brno, Spielberg, Kasematten.

Neues Rathaus, Innenhof, Drache.

Brünn, Brno.

Cappuccino in einem Keller bei der Dominikanerkirche, Abendmesse in St. Thomas, Brünn bei Nacht.

Brünn, Brno.
Brünn, Brno.
Brünn, Brno.
Brünn, Brno.

Kapuzinerkirche:

Brünn, Brno, Kapuzinerkirche.
Brünn, Brno, Kapuzinerkirche.

Minoritska:

Brünn, Brno.
Brünn, Brno.
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Musik

Marianne Faithfull

Marianne Faithfull, 1964. Foto Terry O'Neill.
Marianne Faithfull, Girl on a Motorcycle.
Marianne Faithfull.
Marianne Faithfull.

Sie, deren Schönheit so exzeptionell war wie die Form ihrer Intelligenz, die aber unter einem dunklen Schatten lebten, Nico oder Marianne Faithfull. Marianne Faithfull, de facto und nicht nur metaphorisch eine Verwandte von Leopold von Sacher-Masoch, hat Mick Jagger mal Bulgakows „Der Meister und Margarita“ geschenkt, so kam es zu „Sympathy For The Devil“. Als Jagger sich von ihr trennte, unternahm sie einen Selbstmordversuch, und nach einem Sechstagekoma waren ihre ersten Worte: Wild horses couldn’t drag me away. Sie schoß sich im Theater Heroin, um als opheliahafteste Ophelia in die Geschichte einzugehen, lebte zeitweise in Soho auf einer Mauer und wurde doch die Frau, die immer wiederkam. In einem ihrer späteren Songs, „Times Square“, gibt es diese Zeile: „Playing in a wrong world“. Man weiß, warum diese Ophelia, dieser boy’s dream, auf dem Weg der Selbstzerstörung den Times Square aufsucht, aber dahinter steht eben dies: playing in a wrong world. Dieses Grundgefühl, ein Fremdgänger zu sein in dieser Welt, in der als „wirklich“ definierten Welt.

Marianne Faithfull, Broken English.

1979 hat Marianne Faithfull mit Broken English ihr Revolutionsepos geschaffen, kontrovers, provokant, radikal, wehmütig, aggressiv, düster, kalt, giftig, illusionslos. Die helle, reine Stimme der belesenen Adelstochter und Klosterschülerin ist verschwunden, auf „Broken English“ hört man die rissige Stimme einer Frau, die keinen Zweifel mehr daran läßt, daß alle Verobjektivierungen, zu denen der immer leicht abwesend wirkende Engel der Sixties vielleicht einlud, hiermit gescheitert sind. Auf dem Cover hält sie noch die Zigarette in der Hand, deren Rauch sie gerade ins Gesicht aller Erwartungshaltungen geblasen hat. Eine schmerzend intime Bestandsaufnahme am seidenen Faden, Schnappschüsse aus einer Zeit, in der Mariannes persönliche Lebenssituation – Junkie ohne Dach über dem Kopf – und das Klima kollektiver Ernüchterung, das in die Revolte des Punk umgeschlagen war, sich als Ausgangspunkt für Broken English gegenseitig unter Druck setzen. In ihrer Autobiographie beschreibt Marianne Faithfull später diese Stimmung als Mahlersymphonie, die außer Kontolle gerät. Weniger Ästhetizismus prägt ihren legendären Vortrag auf „Why D’Ya Do It“ – Lyrics von Heathcote Williams, dem Prospero in Derek Jarmans „The Tempest“ -, der dazu führt, daß Broken English in Australien ohne diesen Track erscheint.

Broken English erzählt keine Geschichten mehr, sondern hat sie gelebt. Und doch beweist Marianne Faithfull auf „The Ballad of Lucy Jordan“ herzzerreißend, wie sehr es ihr dennoch möglich ist, sich wiederzufinden in einer Frau, die sich am Nichtgelebten ihres Lebens entlang in sanften Wahnsinn gleiten läßt. „Lucy Jordan is me if my life had taken a different turn. It’s a song of identification with women who are trapped in that life and the true private horror of the ‚good life‘, the one women are meant to aspire to.“ Auf Broken English konzentriert Marianne Faithfull ihren Mut, alles, was sie durchlebt hat, als Teil der eigenen long road zu verstehen, unashamed.

-> The Ballad of Lucy Jordan @TOPPOP

Marianne Faithfull.
Marianne Faithfull.
Marianne Faithfull.

Dangerous Acquaintances galt dann 1981 als Enttäuschung. „Truth Bitter Truth“ oder „So Sad“ lassen das Album durchaus nicht so lauwarm erscheinen, wie Kritiker es sehen, aber der letdown führte dazu, daß Marianne Faithfull wieder in der Versenkung verschwand.

1983, A Child’s Adventure. Mir schien, ich war der einzige weit und breit, der diese Platte kaufte.

„Und ebensowenig wie die Träume kümmert es das Kind, ob seine Bilder denen des wirklichen Lebens gleichen oder ob sie vollständig sind: es nimmt einfach an, sie seien es, und Punkt.“ – Felisberto Hernández, Das verlorene Pferd

Wie ein verirrtes Kind, diese Platte. Ich liebte sie, bis vom Vinyl nicht mehr viel übrig war. Verschenkte „Times Square“, „Ireland“ und „The Blue Millionaire“ auf den Dingern, die man heute Mixtapes nennt, and nobody cared. Daß Marianne Faithfull das Heroin noch nicht hinter sich hatte, war die schreckliche Wahrheit hinter A Child’s Adventure.

Anyway, so ging es die ganze Zeit mit Marianne Faithfull. Immer kam sie plötzlich von irgendwoher und zwang einen mit einem Song in die Knie.

In a tired part of the city 
Hiding from the fast talk
Watch Don’t walk to Walk 
Easy when you’re dreaming
Staring at the movies
Standing in a circle
The laughing at the wrong time

If alcohol could take me there
I’d take a shot a minute
And be there by the hour

Take a walk around Times Square
With a pistol in my suitcase
And my eyes on the TV

In a car taking a back seat
Staring out the window
Thinking about danger
Playing in a wrong world
Fighting but I’m not free
Talking on the telephone
Talking about you and me

If Jesus Christ could take me there
I’d fall down on my knees
Have no questions to his answers

Take a walk around Times Square
With a pistol in my suitcase
And my eyes on the TV

And if I die gaining my senses
Wake up in a hotel
Staring at the ceiling.

1999 erreichte ich im letzten Moment die Musikhalle. „Was kostet die billigste Karte?“ – Es war 5 vor 8, sie kostete 35. „Uff!“ – „Du meinst, uff, so billig kann man Marianne sehen.“ – „Uff, wo sitze ich denn da?“ – „Uff, ganz oben.“ Aber dann saßen wir alle im Parkett, weil das Konzert nicht ausverkauft war. Aber wir, die wir da waren, rührten sie zu Tränen, und sie uns. Jemand reichte ihr Blumen, sie nahm sie entzückt wie ein junges Mädchen, und dann doch ironisch-abgeklärt: „They’re from your mother’s garden, aren’t they.“

„Wilder Shores Of Love“ ist der Song unter allen Marianne Faithfull-Songs, den ich höre, wenn vom Nachthimmel die Engel fallen.

Think about it when you’re out on the street
Think about it when you’ve nothing to eat
How did you fall so low from so high above?

Think about it when you’re on your own
Think about it when you’re leaving home
You didn’t see it coming, the velvet glove

Too far out on the wilder shores of love
Too far out like you knew before
On the wilder shores of love

Think about it from the other side
Realize you’ve got nothing to hide
There’s no one left alive to give you away

Night moves in mystery
What else do you want to be?
Did no one ever show you the way?

Just found out on the wilder shores of love
Just found out what you did before
On the wilder shores of love

Too far out on the wilder shores of love
Too far out what you knew before
On the wilder shores of love

I can feel your dangerous love around me
Do I want to go in there again
When all I wanted was for you to drown me
And love was there to make me go insane

I remember all the lies you told me
Shut my eyes and always you appear
I can’t forget the way you used to haunt me
I can’t forget the love that wasn’t there

Too far out on the wilder shores of love
Too far out like you knew before
On the wilder shores of love

So far out on the wilder shores of love
So far out like you knew before
On the wilder shores of love


[From a letter]

Yesterday afternoon, after they had sent me home for two days off, I had fallen asleep with my fever head while a collection of Marianne Faithfull songs was playing. Woke up again, sobbing, because in a dream I had been lying on my bed, crying, and a certain person who is gone had come in silence to look for me, and I understood crystal clear how the idea of angels being around came into this world. And the music was still playing and the song that just faded was this one. I’m not kidding.

Marianne Faithfull in "Lucifer Rising", Regie Kenneth Anger.

Marianne Faithfull in „Lucifer Rising“, Regie Kenneth Anger.

Marianne Faithfull.
Marianne Faithfull.
Marianne Faithfull.

28.04.2013 -> Antirationalistischer Block Comment Section

Marianne Faithfull hat mir im Leben wiederholt die Tränen in die Augen getrieben, „The Ballad Of Lucy Jordan“ unausweichlich. Das, wobei Sie dachten, Sie sehen nicht richtig, stammt aus dem Dezember 1979, holländisches TV, kann mich nicht immunisieren gegen die Heroinaugen, gegen ihre Schönheit zwischen kompletter Entrückung und Capricorndisziplin.

Es gibt auch einige der frühen Aufnahmen von Marianne Faithfull, die ähnliche Wirkung auf mich haben, „I Have A Love“ (von „Love In A Mist“, 1967) ist ein Song, auf dem ihre noch helle Stimme von derart überirdischer, tragischer Unschuld ist, daß man nichts mehr hört als einen Engel, der weiß, daß er in Fetzen gerissen wird.

Marianne Faithfull, 1964, Foto Terry O'Neill.
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Today's Best Song Ever

Today’s Best Song Ever: Dead Can Dance – Rakim

Today's Best Song Ever: Dead Can Dance - Rakim. Bild: Edward Burne-Jones, Aurora.
Today's Best Song Ever: Dead Can Dance - Rakim. Bild: Edward Burne-Jones, Golden Greeting.
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Film

111 Lieblingsfilme

Simone Simon in "Cat People" ("Katzenmenschen"), 1942, Regie Jacques Tourneur.
Tippi Hedren, Sean Connery in "Marnie", 1964, Regie Alfred Hitchcock.
Tippi Hedren in "The Birds" ("Die Vögel"), 1963, Regie Alfred Hitchcock.
Johnny Depp in "From Hell", 2001, Regie Albert und Allen Hughes.
Klaus Kinski und Isabelle Adjani in "Nosferatu - Phantom der Nacht", 1979, Regie Werner Herzog.
Susan Hampshire als Euryale in "Malpertuis", 1972, Regie Harry Kümel.
"Der dritte Mann" ("The Third Man"), 1949, Regie Carol Reed.
Anna Friel in "Bathory", 2008, Regie Juraj Jakubisko.
Barbara Steele in "Die Stunde, wenn Dracula kommt" ("La maschera del demonio", "Mask of Satan"), 1960, Regie Mario Bava.
Patricia Arquette in "Lost Highway", 1997, Regie David Lynch.
Catherine Denueve in "Belle de Jour", 1967, Regie Luis Bunuel.
Candace Hilligoss in "Tanz der toten Seelen" ("Carnival of Souls"), 1962, Regie Herk Harvey.
Delphine Seyrig in "Blut an den Lippen" ("Daughters of Darkness", "Les lèvres rouges"), 1971, Regie Harry Kümel.
Max Schreck in "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens", 1922, Regie Friedrich Wilhelm Murnau.
Laura Harring, Naomi Watts in "Mulholland Drive", 2001, Regie David Lynch.
Delphine Seyrig in "Letztes Jahr in Marienbad" ("L'année dernière à Marienbad"), 1961, Regie Alain Resnais.
Jane Asher in "Deep End", 1970, Regie Jerzy Skolimowski.
Conrad Veidt in "Das Cabinet des Dr. Caligari", 1920, Regie Robert Wiene.
Stanley Kubrick, "2001: Odyssee im Weltraum" ("2001: A Space Odyssey").
David Hemmings in "Blow Up", 1966, Regie Michelangelo Antonioni.
Rena Mandel in "Vampyr", 1932, Regie Carl Theodor Dreyer.
Anne Lambert in "Picknick am Valentinstag" ("Picnic at Hanging Rock", 1975, Regie Peter Weir.
William Hurt, Joanna Pacula in "Gorky Park", 1983, Regie Michael Apted.
Jane Greer in "Goldenes Gift" ("Out of the Past", 1947, Regie Jacques Tourneur.
Sharon Tate in "Tanz der Vampire" ("The Fearless Vampire Killers"), 1967, Regie Roman Polanski.
"Augen ohne Gesicht" ("Les yeux sans visage", "Eyes Without A Face", 1960, Regie Georges Franju.
Marisa Berenson in "Barry Lyndon", 1975, Regie Stanley Kubrick.
Rita Hayworth in "Gilda", 1946, Regie Charles Vidor.
Sylvia Kristel in "Alice", 1977, Regie Claude Chabrol.
Irene Jacob in "Drei Farben: Rot" ("Trois Couleurs: Rouge"), 1994, Regie Krzysztof Kieslowski.
Elsa Lanchester in "The Bride of Frankenstein", 1935, Regie James Whale.
David Bowie in "Der Mann, der vom Himmel fiel" ("The Man Who Fell To Earth"), 1976, Regie Nicolas Roeg.
Tom Hiddleston, Tilda Swinton in "Only Lovers Left Alive", 2013, Regie Jim Jarmusch.
"Eyes Wide Shut", 1999, Regie Stanley Kubrick.
Robert Mitchum in "The Night of the Hunter", 1955, Regie Charles Laughton.
Kim Novak in "Vertigo", 1958, Regie Alfred Hitchcock.
Catherine Deneuve in "Ekel" ("Repulsion"), 1965, Regie Roman Polanski.
"The Shining", 1980, Regie Stanley Kubrick.
Kathleen Burke in "Island of Lost Souls", 1932, Regie Erle C. Kenton.
Alain Delon in "Der eiskalte Engel" ("Le Samourai"), 1967, Regie Jean-Pierre Melville.
Donna Reed in "Ist das Leben nicht schön?" ("It's a Wonderful Life"), 1946, Regie Frank Capra.
Reese Witherspoon, Joaquin Phoenix in "Walk The Line", 2005, Regie James Mangold.
"Night of the Demon", 1957, Regie Jacques Tourneur.
"Die Zeitmaschine" ("The Time Machine"), 1960, Regie George Pal.
Max von Sydow in "Das siebente Siegel" (The Seventh Seal"), 1957, Regie Ingmar Bergman.
Catherine Deneuve in "Begierde" ("The Hunger"), 1983, Regie Tony Scott.
"I Walked with a Zombie", 1943, Regie Jacques Tourneur.
"Fitzcarraldo", 1982, Regie Werner Herzog.
Johnny Depp in "Dead Man", 1995, Regie Jim Jarmusch.
Hélène de Fougerolles in "Mortal Transfer" ("Mortel Transfert"), 2001, Regie Jean-Jacques Beineix.
Fay Wray in "King Kong und die weiße Frau" ("King Kong"), 1933, Regie Merian C. Cooper, Ernest B. Schoedsack.
Eva Green in "Dark Shadows", 2012, Regie Tim Burton.
Daryl Hannah in "Blade Runner", 1982, Regie Ridley Scott.
Catherine Deneuve, Jean-Paul Belmondo in "Das Geheimnis der falschen Braut" ("La sirène du Mississipi"), 1969, Regie Francois Truffaut.
Kyle MacLachlan in "Blue Velvet", 1986, Regie David Lynch.
Klaus Kinski in "Aguirre, der Zorn Gottes", 1972, Regie Werner Herzog.
Deborah Kerr, Robert Taylor in "Quo Vadis", 1951, Regie Mervyn LeRoy.
Buster Keaton, Marceline Day in "The Cameraman", 1928, Regie Buster Keaton, Edward Sedgwick.
Pamela Green in "Augen der Angst" ("Peeping Tom"), 1960, Regie Michael Powell.
Jane Fonda in "Barbarella", 1968, Regie Roger Vadim.
Nicole Kidman in "Moulin Rouge", 2001, Regie Baz Luhrmann.
Tom Hulce in "Amadeus", 1984, Regie  Milos Forman.
Klaus Kinski in "Woyzeck", 1979, Regie Werner Herzog.
Robert Hossein, Marie-France Pisier in "Le Vampire de Düsseldorf", 1965, Regie Robert Hossein.
Moira Shearer in "Die roten Schuhe" ("The Red Shoes"), 1948, Regie Michael Powell, Emeric Pressburger.
James Stewart, Grace Kelly in "Das Fenster zum Hof" ("Rear Window), 1954, Regie Alfred Hitchcock.
Peter O'Toole in "Lawrence von Arabien" ("Lawrence of Arabia"), 1962, Regie David Lean.
Marlene Dietrich in "Shanghai Express", 1932, Regie Josef von Sternberg.
Rosalba Neri in "Lady Frankenstein" ("La figlia di Frankenstein"), 1971, Regie Mel Welles.
Gene Tierney in "Laura", 1944, Regie Otto Preminger.
John Malkovich in "Shadow of the Vampire", 2000, Regie E. Elias Merhige.
Gloria Swanson in "Sunset Boulevard", 1950, Regie Billy Wilder.
Barbara Valentin in "Welt am Draht", 1973, Regie Rainer Werner Fassbinder.
"Metropolis", 1927, Regie Fritz Lang.
Libuše Safrankova in "Tři oříšky pro Popelku" ("Drei Haselnüsse für Aschenbrödel"), 1973, Regie Vaclav Vorliček.
Vivien Leigh, Marlon Brando in "A Streetcar Named Desire" ("Endstation Sehnsucht"), 1951, Regie Elia Kazan.
Amanda Donohoe in "Der Biss der Schlangenfrau" ("The Lair of the White Worm"), 1988, Regie Ken Russell.
Soledad Miranda in "Sie tötete in Ekstase" ("She Killed in Ecstasy"), 1971, Regie Jess Franco.
Deborah Kerr in "Schloß des Schreckens" ("The Innocents"), 1961, Regie Jack Clayton.
Dennis Hopper in "Der amerikanische Freund", 1977, Regie Wim Wenders.
Martin Sheen in "Apocalypse Now", 1979, Regie Francis Ford Coppola.
Boris Karloff, Zita Johann in "Die Mumie" ("The Mummy"), 1932, Regie Karl Freund.
Johnny Depp in "Sleepy Hollow", 1999, Regie Tim Burton.
"Bis das Blut gefriert" ("The Haunting"), 1963, Regie Robert Wise.
Nastassja Kinski in "Paris, Texas", 1984, Regie Wim Wenders.
Valerie Wilson in "Der Chef" ("Un flic"), 1972, Regie Jean-Pierre Melville.
Natalya Bondarchuk in "Solaris", 1972, Regie Andrei Tarkowski.
Bruno Ganz in "Der Himmel über Berlin", 1987, Regie Wim Wenders.
"Once Upon a Time in the West", 1968, Regie Sergio Leone.
Gary Cooper, Grace Kelly in "12 Uhr mittags" ("High Noon"), 1952, Regie Fred Zinnemann.
Marisa Mell in "Gefahr: Diabolik!" ("Diabolik"), 1968, Regie Mario Bava.
"Der Prozeß", 1962, Regie Orson Welles.
Monica Bellucci in "Malèna", 2000, Regie Giuseppe Tornatore.
Eleanor Parker in "Das Geheimnis der Frau in Weiß" ("The Woman in White", 1948, Regie Peter Godfrey.
Angharad Rees in "Hände voller Blut" ("Hands of the Ripper"), 1971, Regie Peter Sasdy.
"Freaks", 1932, Regie Tod Browning.
Madeline Smith, Ingrid Pitt in "Gruft der Vampire" ("The Vampire Lovers"), 1970, Regie Roy Ward Baker.
Tilda Swinton in "Orlando", 1992, Regie Sally Potter.
Nigel Terry in "Caravaggio", 1986, Regie Derek Jarman.
Vincent Price, Barbara Steele in "Das Pendel des Todes" ("The Pit and the Pendulum"), 1961, Regie Roger Corman.
"The Prestige", 2006, Regie Christopher Nolan.
Tura Satana in "Faster, Pussycat! Kill! Kill!", 1965, Regie Russ Meyer.
"Blutige Seide" ("Blood and Black Lace"), 1964, Regie Mario Bava.
Jean-Louis Trintignant, Caroline Sihol in "Auf Liebe und Tod" ("Vivement dimanche!"), 1983, Regie Francois Truffaut.
"Dr. Jekyll and Sister Hyde", 1971, Regie Roy Ward Baker.
Veronica Lake in "I Married A Witch", 1942, Regie René Clair.
Deborah Kerr in "Die schwarze Narzisse" ("Black Narcissus"), 1947, Regie Michael Powell, Emeric Pressburger.
Michael Redgrave, Margaret Lockwood in "The Lady Vanishes", 1938, Regie Alfred Hitchcock.
Lee Miller in "Das Blut eines Dichters" ("Le sang d'un poète"), 1930, Regie Jean Cocteau.
"Der Kontrakt des Zeichners" ("The Draughtsman's Contract"), 1982, Regie Peter Greenaway.
"Twin Peaks: Fire Walk With Me", 1992, Regie David Lynch.

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