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Musik

Peter Hammill [3]: Keine bessere Zeit

Peter Hammill, Keine bessere Zeit. Von Christian Erdmann. Bild: Peter Hammill Letter.
Peter Hammill: Keine bessere Zeit. Von Christian Erdmann. Bild: Peter Hammill.
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Musik

Peter Hammill [2]: All Power to the Accident

Peter Hammill: All Power to the Accident. Von Christian Erdmann. Bild: A Black Box Cover.
Peter Hammill Ticket.
Peter Hammill - pH7 Cover.
Peter Hammill, And Close As This.


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Musik

Peter Hammill [1]: Und so brennt sie nun, die Anstalt

Peter Hammill: Und so brennt sie nun, die Anstalt. Artikel von Christian Erdmann.
Christian Erdmann: Und so brennt sie nun, die Anstalt. Über Peter Hammill. Bild: Peter Hammill.
Peter Hammill: Killers, Angels, Refugees / Mirrors, Dreams and Miracles.
Peter Hammill: Killers, Angels, Refugees / Mirrors, Dreams and Miracles.
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Fad Gadget / Frank Tovey

Fad Gadget / Frank Tovey.
Fad Gadget, Gag.
Fad Gadget mit Tochter.
Fad Gadget / Frank Tovey.
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Propaganda: A Secret Wish

Susanne Freytag und Claudia Brücken von Propaganda.
Propaganda: Michael Mertens, Susanne Freytag, Ralf Dörper, Claudia Brücken.
Susanne Freytag, Claudia Brücken von Propaganda.
Claudia Brücken von Propaganda.
Susanne Freytag von Propaganda.

p:Machinery

Claudia Brücken.
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Elvis

Elvis Presley, Comeback Special 1968.

Elvis Presley with Barbara Gray, by Alfred Wertheimer.

Elvis Presley, Jennifer Holden.
Elvis Presley, Comeback Special.

Elvis Presley, Jennifer Holden.
Elvis Presley.
Elvis Presley, Comeback Special. Artikel Christian Erdmann.
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The Rolling Stones: Sticky Fingers

The Rolling Stones: Sticky Fingers. Album Cover. Text Christian Erdmann.

Brown Sugar


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Eagles of Death Metal, Hamburg 13.07.2023

Eagles of Death Metal, Markthalle Hamburg 13.07.2023, Jesse Hughes, Jennie Vee.

Wenn man Jesse Hughes auf Instagram folgt, ist einem die Mitteilung wohlvertraut: „fatherbadass hat ein Live-Video gestartet.“ In der Nacht vor dem Konzert erzählt er uns beim Spaziergang durch St. Pauli („I’m gonna get an apartment right above the Sexy Angel Shop!“), wie sehr ihn die Stolpersteine bewegt haben, die in den Boden verlegten kleinen Gedenktafeln aus Messing („Hier wohnte…), die an das Schicksal von Menschen erinnern, die von den Nazis verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. „Deeply moved by those markers“ nimmt er sich ein Gebet vor für den nächsten Morgen.

Ein Konzert der Eagles of Death Metal ist immer auch Gottesdienst, Göttinnendienst vielmehr, widmet er doch ausdrücklich jeden einzelnen Song seines gesamten Oeuvres den Damen. „It’s astounding / Time is fleeting / Madness takes its toll“, die Lichter gehen aus für „Time Warp“ aus der Rocky Horror Picture Show, Jesse betritt die Bühne in einem roten Glitzercape aus seiner Kollektion von Capes, das er für den Opener „Got A Woman“ ablegt, der Show-Hase braucht maximale Bewegungsfreiheit. Song 2:

Es folgt „Don’t Speak (I Came To Make A Bang)“, nach „Anything *Cept The Truth“ kümmert sich Jesse kurz mit inniger Umarmung um das Wohlbefinden von Jennie Vee, dann wieder um uns: „This ain’t fucking Hollywood, how is everybody doin‘ tonight?! Amen! Do we love the Ladies?“ Hohe Zustimmungswerte, „That’s right! And that is why I wrote this next song!“ Das ist dann „Complexity“. Hernach erzählt er euphorisch die Geschichte, wie „this amazing beautiful drummer“, es ist Leah Bluestein, zu den Eagles of Death Metal kam, das war nämlich so, daß Jesse zwischen einer Reihe von Steinstatuen irgendwelche ungezogenen Dinge tat, und er sich wünschte, „my God, if only this beautiful statue could be a real girl!“, und irgendeine Blue Fairy erledigte das dann. „Can you dig it, amen!“ Genau so war das nämlich. „Silverlake“ von „Zipper Down“, das Haus singt den „Don’t you know who I am“-Chorus mit.

Dann „Heart On“, nach „Secret Plans“ kommen abwechselnd hoch- und tieftönige Antworten auf wiederholte „Ladies, how you doin‘ tonight!“ – „Boys, how you doin‘!“ – „Ladies!“ – „Boys!“, das anschließende „Cherry Cola“ ist dann wieder ausdrücklich den Ladies gewidmet, „just like every song we’ve played before and every song that follows!“

„Flames Go Higher“, dann das wunderschöne „Now I’m A Fool“, auch von „Heart On“, für das der Gitarrist Scott Shiflett, ebenfalls neu in der Band (Bruder des Foo Fighters), ein exquisites Solo beisteuert.

Jesse Hughes kennt ein paar Höllen, von denen wir wissen, und wahrscheinlich noch ein paar Höllen, von denen wir nicht wissen. Keine andere Band hat je erlebt, was er mit seiner Band im November 2015 im Pariser Bataclan erleben mußte. Die Eingangskontrollen in der Markthalle waren besonders sorgfältig, und wir hörten einen der Securityleute sagen, das müsse man verstehen bei dieser Band. Nicht, daß die Traumata enden würden: Jesses Herzensdame Tuesday Cross ist aus einem Koma erwacht, following an asthma attack that sent her into cardiac arrest. Ein Hirnschaden war die Folge, und Jesse ist glücklich über jeden Moment, in dem sie ihn zu erkennen scheint. Die Menschen, die ihren langen, schweren Weg aus dem Dunkel begleiten, nennt er Tuesday’s Army.

Er hätte jeden Grund, Gott einfach in die Gosse zu treten und das Schicksal zu verfluchen, aber – he cares about people. Jesse Hughes ist ein Mann ohne Arg. Und er verliert nicht für eine Sekunde die Dankbarkeit dafür, tun zu dürfen, was er hier heute abend auf dieser Bühne tut. „The greatest joy in my life is to entertain you, my friends!“

Und dann stellt er die atemberaubende Jennie Vee vor mit: „We’ve got the Queen of Rock’n’Roll herself!“, und der roar für die Betörende ist so groß, daß man von ihren Lippen ein „Oh my God!“ lesen kann.

„I Want You So Hard (Boy’s Bad News)“ und „Whorehoppin‘ (Shit, Goddamn)“, „I don’t think I’m wrong when I say this is probably the best fucking crowd of the tour so far“, Frau Vee, die Angetraute des glücklichen Slim Jim Phantom (Stray Cat), signalisiert Zustimmung, Jesse traut man zu, daß er das in jeder Stadt erklärt und es in jeder Stadt genau so meint, aber Hamburg ist nun mal immer the best fucking crowd of the tour so far. „Dös is faktisch“, wie Joseph Roth sagte. „I Love You All The Time“, dann spricht er plötzlich erstaunlich gutes Deutsch, „Unsere Freunde! Es tut mir leid, ich bin nicht gut Deutsch sprechen, ich bin ein bißchen behindert“, aber sein Lieblingswort aller Sprachen dieser Erde sei ein deutsches: Muschikatze. Damit ist endgültig alles allen Muschikatzen gewidmet, und weil David Bowie den Song für jeden einzelnen, der hier ist, geschrieben hat, beschließt „Moonage Daydream“ das Set – das Gitarrensolo von Mr. Shiflett hat den Segen von Mick Ronson.

Vor der Zugabe erklärt Jesse, „We’re having the time of our lives, if you can’t see it, you can’t see nuthin‘!“ Die Zugabe ist dann „Speaking In Tongues“, including Jesses Auftauchen im Zuschauerraum, von wo aus er sich ein Gitarrenduell mit Shiflett liefert, Jennie Vee mit einer Kurzfassung von „Ace Of Spades“, und Jesses Kniefall vor ihr mit Handkuß.

Ace of Spades

Eigentlich war noch geplant, daß alle anwesenden Boys kurz vor Jennie Vee in die Knie gehen, aber dann ist doch Schluß. Jesse läßt offenbar jedes Konzert filmen, auch die Momente davor und danach, und so erfahren wir, daß Jennie Vee vor der Show noch unter Kopfweh litt, was die besorgte Umarmung auf der Bühne erklärt, aber das Steinbockmädchen kann noch so ätherisch sein, es ist tougher als der Rest und hat einfach grundsätzlich nach ein paar Takten die Malaisen weggeblasen.

Und wir können Jesse direkt nach dem Auftritt hinter der Bühne hören: „That was fucking killer tonight!“

Eagles of Death Metal, Markthalle Hamburg 13.07.2023, Jesse Hughes, Jennie Vee.
Eagles of Death Metal, Markthalle Hamburg 13.07.2023, Jesse Hughes, Jennie Vee.
Eagles of Death Metal, Markthalle Hamburg 13.07.2023, Jesse Hughes, Jennie Vee.
Eagles of Death Metal, Markthalle Hamburg 13.07.2023, Jesse Hughes, Jennie Vee.
Eagles of Death Metal, Markthalle Hamburg 13.07.2023, Jesse Hughes, Jennie Vee.
Eagles of Death Metal, Markthalle Hamburg 13.07.2023, Jesse Hughes, Jennie Vee.

Versorgungspunkt STAGE LEFT Jennie Vee:

Eagles of Death Metal, Markthalle Hamburg 13.07.2023.
Eagles of Death Metal, Markthalle Hamburg 13.07.2023.
Eagles of Death Metal, Markthalle Hamburg 13.07.2023.
Eagles of Death Metal, Markthalle Hamburg 13.07.2023.

Fotos & Videos CE

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Journal Musik

Hollywood Vampires

Hollywood Vampires Ticket Stadtpark Hamburg 2023.

„Essentially a pub rock supergroup that grew monstrously out of control“ (list.co.uk). Alice Cooper, Johnny Depp, dagegen verblasst doch vieles. Die beiden so nah: so real, daß es surreal ist. Johnny bester Laune, hatte sich offenbar den Knöchel gebrochen und stapft mit Fraktur-Boot über die Bühne, singt aber göttlich und hat eine gute Zeit, smiling and waving and looking so fine. „The Death & Resurrection Show“, das Killing Joke-Cover von seiner Platte mit Jeff Beck, ist eine der Glanznummern der ausgelassenen Vampire an diesem Abend. Bei allem Heidenspaß geht es bei den Hollywood Vampires immer auch um absent friends, verlorene Weggefährten, und Johnny hat eine Gitarre seines jüngst verstorbenen Freundes Jeff Beck dabei. Die spielt Joe Perry dann für ein Stück. Da wird einem gleich ums Herz so doof. Überhaupt Perry: Aerosmith leidet ja vor allem unter Steven Tyler, Perrys Cover von „You Can’t Put Your Arms Around A Memory“ zeigt, daß er eigentlich der viel bessere Sänger ist, seine Stimme wie gemacht für diesen Song von Johnny Thunders.

And that Cooper woman… der ist 75 und kontrolliert immer noch die Erdrotation mit seinem Stock. „School’s Out“ und „Billion Dollar Babies“ gehörten zu den ersten Platten, die ich als Schuljunge besaß. Ich sag’s nur. Charisma-Overkill. „Listen to them. The children of the night. What music they make!“

Hollywood Vampires, Stadtpark Hamburg, 27.06.2023.
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Musik

Messer Chups

Messer Chups European Tour 2023 Poster.

Die fabelhafteste Surf Rock-Band der Gegenwart kommt aus Russland. Hohepriester der „Church of Reverb“ (Albumtitel) ist Oleg Gitarkin aka Oleg Guitaracula aka Oleg Fomchenkov, die betörend schöne Zombierella aka Svetlana Nagaeva spielt den Bass, singt zuweilen und begrüßt uns mit „Hello humans“. Am Schlagzeug Herr Rockin‘ Eugene aka Evgeny Lomakin, und zum Konzert gibt es nicht viel anderes zu sagen als: sexier wird es nicht. Quentin Tarantino sollte den Soundtrack für seinen letzten Film einfach dieser Band überlassen.

„Messer Chups is an adventure into the spooky and funny world of vintage surfing guitars and the aesthetic of B-movies, classic (and not classic) horror, 60s soundtracks, sexploitation and sci-fi. A little creepy, funny and an exciting trip.“ (Zombierella im Interview mit Zora Burden).

„I like Mario Bava’s movies; their aesthetic. They are sensual. I could imagine myself as a character in one of his movies – a victim girl and I guess some maniac or creature will be hunting after me! Or it could be something opposite, like during the night I become a werewolf woman and bite some people.“ (Zombierella, ebendort: zoraburden.weebly.com)

Oleg betrieb in den 90ern das Projekt Messer für Frau Müller, das Lounge/Easy Listening/Sci-Fi mit Cut-up- und Dada-Techniken kombinierte. Messer Chups ist seit 1998 zunächst Nebenprojekt, zur Wahren Geschichte Hamburgs gehört ganz unbedingt, daß Gitarkin die Band 1998 zusammen mit Annette Schneider in Hamburg gründet. Das Messer bleibt, um die Kontinuität zu betonen, der Dauerlutscher Chupa Chups vollendet den Bandnamen, halb Lollipop, halb sleazy, halb sweet und halb Horror, 2005 entert Zombierella die Band, und das Messer zum Lutschen wird zur eigentlichen Leidenschaft.

Svetlana: „I met Oleg Guitaracula when I was 17 or 18 years old. We were together, and he asked me if I wanted to play the bass guitar in Messer Chups. I said, ‚Sure, why not?!‘ Oleg was already an experienced musician, having been in a few different bands before Messer Chups … and he already had his own vintage-surfy B-movie and horror-influenced style. We decided to play surf live together.“ (s.o.)

Svetlana: Oleg ist „mastermind of our sounds and visuals and other processes. But that aesthetic is part of all of us. I grew up as a kid watching horror and horror-influenced stuff like The Addams Family (…) I guess I’m pretty goth inside. And yes, I’m also part of the visual presentation of Messer Chups, aesthetically and stylistically. I do a lot of the lyrics and the titles for the vocal songs and I bring some dark and black-humour attitude to the process.“ (s.o.)

Gladys Fuentes (houstonpress.com, April 2019) nennt Svetlana „gothic Barbie“ und erklärt, „the audience is in for a rockin‘, sexy and spooky treat (…) Chups is known for their heavy surf rock sound and live performances incorporating visual art projecting old horror and sci-fi movies – Her vocals carry that squeaky rockabilly sweetness slathered in her Russian accent and the occasional scream bordering between cute and ghoulish.“

Keine Filme im Hintergrund heute abend, dafür David Lynch/Red Room-Atmosphäre:

Messer Chups, Monkey's Music Club, Hamburg, 29. 05. 2023.
Messer Chups, Monkey's Music Club, Hamburg, 29. 05. 2023.

Die Spooky Surf Combo aus St. Petersburg spielt im Monkey’s Music Club in Ottensen, im Sommer 2012 residierte hier noch das Kir, das erstaunlicherweise zum Drehort wurde für die Club-Szene in „Only Lovers Left Alive“ von Jim Jarmusch. Yes indeed: Jarmusch, Tilda Swinton, Tom Hiddleston, Mia Wasikowska und Anton Yelchin waren right here für die Szene, in der „Red Eyes And Tears“ von Black Rebel Motorcycle Club im Hintergrund läuft. Fast hätte ich den Boden geküßt, auf dem Tilda Swinton stand, so berühre ich nur ehrfürchtig, was sie mit ihrer Hand berührt hat, Mauer und Pfeiler.

Monkey's Music Club, Hamburg.
Only Lovers Left Alive, Kir Hamburg, Monkey's Music Club. Tilda Swinton, Tom Hiddleston, Mia Wasikowska, Anton Yelchin.
Only Lovers Left Alive, Kir Hamburg, Monkey's Music Club. Tilda Swinton, Tom Hiddleston, Mia Wasikowska, Anton Yelchin.
Only Lovers Left Alive, Kir Hamburg, Monkey's Music Club. Tilda Swinton, Tom Hiddleston.
Only Lovers Left Alive, Kir Hamburg, Monkey's Music Club. Tilda Swinton, Tom Hiddleston.
Only Lovers Left Alive, Kir Hamburg, Monkey's Music Club. Tilda Swinton, Tom Hiddleston, Mia Wasikowska.

Es ist ein wilder Ritt, aber von cooler Perfektion und absoluter Präzision. „Insomnia Of The Mummies“ ist auf der Setlist an diesem 29. Mai, zu „The Hound Of The Baskervilles“ heult der Saal Intro & Outro, auch die heißersehnte Messer Chups-Version von „Nights In White Satin“ und „Magneto“ sind dabei, vor „Pink Pantheratu“ erklärt Oleg Henry Mancini zu seinem „favourite composer“, Svetlana singt „They Call Me Zombie“ und „Crypt-A-Billy Tales“, und wie jemand in einem Surf-Rock-Forum schreibt: „Messer Chups’ sound is reminiscent of the great surf rock bands of the 1960s, but they definitely have their own unique style, which combines surf sounds, classic B-movie horror, and retro-themed artwork. Zombierella’s vocals … spiked with her famous shrill, spine-chilling scream, make you wonder how a girl can sing, play, look so sexy and be so cool, all at the same time.“

Oleg: „… we are crazy about Edgar Allan Poe, especially the screen versions of his works with Vincent Price, our favorite actor.“

Irgendwo in Deutschland fotografieren sich die drei an einem sonnigen Nachmittag auf einer Fahrradtour, und jemand schreibt unter die Fotos: „Dracula Hates Killer Bicycles“.

Der Zeitplan der Europatour ist ziemlich mörderisch, bestimmt kein Zuckerschlecken, und man kann Musikern wie den Messer Chups nur unendlich dankbar sein, daß sie, in times like these, mit ihrem Miet-Mercedes-Transporter durch Europa und alle möglichen Strapazen sausen. Wie Mlle. Zombierella, unter jedem Video auf YouTube verehren humans sie mit großen Glitzeraugen, bei alldem nichts von ihrem Glamour einbüßt, wissen nur die Göttinnen.

Nach dem Konzert erwerbe ich ein Tourposter bei Mister Rockin‘ Eugene, der es auch signiert, das Poster liegt dann vor mir auf einem Tresen, ich sehe, wie zwei glückliche Dudes ein Selfie machen mit Zombierella, und dann kommt sie auf mich zu, „die wie ein kühler Schatten durch einen Traum schreitet“ (Georg Trakl), lächelnd, surreal, eine Erscheinung, in my mind höre ich Twin Peaks-Musik, weil die echte Musik so laut ist, frage ich sie mehr oder weniger in Zeichensprache, ob sie wohl das Tourposter signieren würde, Miss B reicht Mlle. Zombierella einen Stift, die beiden Ladies tauschen mit wissendem Lächeln einen „Typisch! Er will das Autogramm, und du mußt an den Stift denken“-Blick, sie nimmt sich eine Ewigkeit Zeit für ihren Schriftzug (vielmehr, ihre Nähe verändert das Raum-Zeit-Kontinuum), ich lege die Hände aneinander und verbeuge mich japanisch, und sie lächelt umwerfend süß. Danach ist kurzzeitig der Ausgang des Monkey’s Music Club verschwunden, weil einfach die ganze Welt kurz ausgefallen ist. Blackout By Sexy.

Zombierella Signature Messer Chups.

„Die Kultcombo aus St. Petersburg spielt seit 15 Jahren verwegenen Rock’n’Roll zwischen Surf-Sound, 60’s-Beat, Rockabilly, Horror Punk, Zombie-Soundtracks, Pulp Fiction und diversen anderen musikalischen Sumpfgebieten. Erleben Sie die geheimnisvolle Horror-Prinzessin Zombierella, Bassistin der Extraklasse, faszinierende Sängerin mit einzigartiger Stimme (…)“ – bourbonstreetfestival.at

My own bad Smartphone pics:

Messer Chups, Hamburg 2023: Oleg Guitaracula, Svetlana Zombierella.
Messer Chups, Hamburg 2023: Oleg Guitaracula, Svetlana Zombierella.
Messer Chups, Hamburg 2023: Oleg Guitaracula, Svetlana Zombierella.
Messer Chups, Hamburg 2023: Oleg Guitaracula, Svetlana Zombierella.
Messer Chups, Hamburg 2023: Oleg Guitaracula, Svetlana Zombierella.
Messer Chups, Hamburg 2023: Oleg Guitaracula, Svetlana Zombierella.
Messer Chups, Hamburg 2023: Oleg Guitaracula, Svetlana Zombierella.

Zusammen mit Alexander Moralez betreibt Svetlana ein Projekt namens The Bleak Engineers, „Synth / Post-Punk duo from non-existent melancholic island“ (Selbstbeschreibung).

Als Zombierella’s Tentative Reels covert sie „Suicide Commando“ der deutschen Band No More um Andy Schwarz.

Ein Messer Chups-offshoot sind The Bonecollectors, Rockabilly/Psychobilly/Horrorbilly mit upright bass player und Svetlana an der Rhymthmusgitarre, hier mit einer Rockabilly-Version von „Lucretia My Reflection“.

In Hamburg posierte Miss Zombierella vor ein paar Jahren für Carlos Kella und seinen „Girls & Legendary US Cars“-Kalender.

Zombierella (Messer Chups) by Carlos Kella.
Zombierella (Messer Chups) by Carlos Kella.

Carlos Kella Photography

Messer Chups.
Zombierella (Messer Chups).

Pic: Monsieur Terpan

Messer Chups, Church of Reverb.